Hilfskonvoi ins Flutgebiet

Aufräumen mit vereinten Kräften

Hochwasser Foto: Jan Bergrath 32 Bilder
Meinung

Am vergangenen Wochenende haben auch Entsorgungs- und Transportunternehmen in den Hochwasserkatastrophengebieten bewiesen, was sie leisten können. Vor allem die Abfuhr des Mülls von den Straßen drängt.

Der vom Wasser durchtränkte Hausrat, der kurz zuvor noch in den Wohnungen der rund 1400 Einwohner der Gemeinde Iversheim bei Bad Münstereifel stand, liegt nun schon seit Tagen auf rund 500 Metern Länge und in voller Breite auf der B51. An der Einfahrt in den Ort stehen zerstörte Pkw, Feuerwehr und THW haben hier ihren Stützpunkt. Freiwillige Helfer regeln, dass die Kipper- und Entsorgungsfahrzeuge sofort rückwärts an den Schuttberg fahren können. Gegen 9.30 Uhr an diesem Samstag setzt auch Juliane Ritter von Kreiling Entsorgung in Gießen ihren Arocs mit dem Abrollcontainer zum ersten Mal an diesem Wochenende zum Entladen an. Neben ihr steht ein Kollege von HGK aus Marburg mit seinem MAN. „Es ist doch überall zu sehen, dass unsere Hilfe dringend gebraucht wird“, sagt Juliane. Dann fährt sie sofort los zum kurzfristig eingerichteten Zwischenlager auf einer bereits geschlossenen und lediglich mit Eilgenehmigung wieder geöffneten Mülldeponie des Abfallwirtschaftszentrums (AWZ) in Mechernich. Es ist für dieses Wochenende eines der Anlaufpunkte der Entsorgung. „Der ganze Müll muss so schnell wie möglich aus den Dörfern raus, sonst droht Seuchengefahr“, sagt Juliane entschlossen. „Und dabei helfen wir.“

Erlaubnis für Hilfskonvoi im letzten Moment

Noch am Donnerstagabend war Juliane in der 63. Sendung von FERNFAHRER Live nicht hundertprozentig sicher, ob ihr mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Großraum Gießen und Haiger geplanter Hilfstransport mit 70 Lkw überhaupt starten konnte. Am Freitag musste sie ihn sogar komplett absagen, weil sie angeblich vor Ort nicht gebraucht würde. Selbst die BILD hatte darüber berichtet. Dann kam doch eine Zusage – und einer der freiwilligen Helfer vom "Hilfstransportteam Haiger", Maximilian Klaas, den ich dort getroffen habe, disponierte die Fahrzeuge vor Ort. Die Erlaubnis für den zusätzlichen Konvoi sei kurzfristig durch die Stadt Bad Münstereifel erteilt worden, sagte er mir. „Ich habe als Koch halt gelernt, zu organisieren“, erzählt er. Er und alle anderen freiwilligen Helfer in dieser Geschichte sind in der Bildgalerie zu sehen.

„Am Ende habe ich noch 24 Leute mit 22 Lkw für das Wochenende zusammenbekommen“, berichtet Juliane. Der Konvoi traf sich Samstagfrüh bei Scania in Haiger, mit dabei waren unter anderem ein weiterer Kollege von Kreiling, ein Lkw von HKG aus Marburg, ein Schwertransport des Bauunternehmens Weiß & Sänger aus Gönnern mit zwei Baggern und einem Dumper, zwei Sattelzüge mit Hilfsgütern von Kubo aus Breitscheid, zwei Lkw von Schäfer Transporte aus Dornbach, ein Tieflader von Dornseiff aus Burbach, zwei Kipperzüge mit weiteren Baumaschinen von Kläs aus Haiger und ein Bus zur Eigenversorgung von Becker Reisen aus Bad Endbach. Punkt 5.45 Uhr war der Konvoi in Haiger gestartet, wie Tim Baumeister vor Ort mit seiner Drohne dokumentiert hat, um 8.20 Uhr trafen die Fahrzeuge unterhalb von Iversheim auf dem Gelände des Hammerwerks Erft ein. Noch eine Besprechung mit Klaas, dann ging es bereits los. „Niemand hat auf Gewichte geachtet“, sagt Juliane, „die Bagger haben reingepackt, was vom Volumen möglich ist.“ Getrennt nach Hausrat und weißer Ware, Wachmaschinen aus vollgelaufenen Kellern, Kühlschränke aus Küchen, die das Wasser erreicht hat.

Das brutale Zerstörungswerk der Flutwelle

Iversheim ist einer der vielen betroffenen Orte, die in der medialen Berichterstattung nicht vorkommt. Der Focus der Sender liegt auf dem Ahrtal – oder Bad Münstereifel. Während vor der kleinen Ortsmauer der Müll abtransportiert wird, zeigt mir André Hommen, Lkw-Fahrer bei Justen in Wittlich, der an diesem Wochenende bereits zum zweiten Mal mit seiner Familie einen Freund in Iversheim unterstützt, mit welcher Wucht die mittlerweile wieder friedlich in ihrem gemauerten Bett fließende Erft den Ort in Zentrum zerstört hat. Die fest montierte Werkstatt seines Freundes im Garten wurde weggerissen, einige Schraubenschlüssel liegen noch im getrockneten Schlamm, die Stromversorgung ist gekappt. Das THW arbeitet sich Stück für Stück vor. Der Familienbus des Freundes ist zerstört, André will ihn abholen lassen nach Wittlich. Die Kinder konnte sein Freund rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein anderer Freund will ihn wieder herstellen. „Die Menschen hier haben alles verloren und können ohne Auto noch nicht einmal weg“, sagt André. „Niemand, den ich kenne, war hier gegen Hochwasser versichert. Keiner hat wirklich damit gerechnet.“ Zu allem Überfluss liegen überall Säcke mit Chemikalien aus dem Werk Peter Greven am Ortseingang.

Höchstleistung der Helfer aus der Logistik

Bereits in der vergangenen Woche habe ich versucht, in meinem Blog „Land unter - Logistik hilft“ einen Bruchteil der Hilfsaktionen von deutschen Transportunternehmen darzustellen. Das bislang zweite Wochenende nach der Katastrophe war nun, auch soweit es in den unzähligen Meldungen in den sozialen Netzwerken zu lesen war, eine absolute Höchstleistung der Logistik, bei der viele Fahrerinnen und Fahrer auch an ihre körperlichen Grenzen gegangen sind. Da in den kommenden Wochen mit weiteren Hilfsaktionen gerechnet wird, fasse ich am Ende des Blogs alle Informationen zu den Ausnahmegenehmigungen und versicherungsrechtlichen Fragen zusammen.

Immer wieder taucht allerdings die Enttäuschung von Fahrern und Unternehmern aus der ersten Corona-Phase im Frühjahr 2020 auf, als die Logistik den Landen am Laufen hielt und dann schnell wieder vergessen wurde. Die Aufrechterhaltung der Lieferketten fand allerdings abseits der breiten Öffentlichkeit statt. Diesmal sind die TV-Kameras tagelang teils live dabei. Aber das Gefühl, dass die hochkonzentrierte Leistung der Logistik irgendwann wieder aus dem kollektiven Gedächtnis verschwindet, bleibt. Hier müssen, so meine klare Meinung, nun die Logistik selbst, ihre Verbände und Vereine wie „Profi e.V.“ bald dafür sorgen, dass das nicht passiert.

Unglaubliche Mengen an Müll

Mit einer Eilgenehmigung hatte Guido Schmitz, Abteilungsleiter des Kreis Euskirchen bei der AWZ, eine bereits abgeschlossene Müllkippe auf dem Gelände des AWZ wieder öffnen lassen, um den angefallenen Unrat aus den dem gesamten Erftkreis in seinem Zwischenlager zu sammeln. „Waren es vorher rund 2.000 Tonnen am Tag durch die normale Abfuhr“, sagt Schmitz, „so stieg die angelieferte Menge durch die vielen zusätzlichen freiwilligen Transporte auf Samstag und Sonntag auf jeweils 4.000 Tonnen. Jetzt sinkt es wieder unter der Woche auf 2.500 Tonnen.“ Alles muss von hier und den anderen Zwischenlagern in der Region zu den Müllverbrennungsanlagen.

Die sind jedoch längst an ihren Kapazitätsgrenzen angekommen, sodass das Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen eine Koordinierungsstelle eingerichtet hat. So schafft Juliane am Samstag auf Grund der vielen anderen Lkw, die in dem schwierigen Gelände teils etwa unsicher unterwegs sind, nur drei Touren, am Sonntag sind es vier. Alles in allem sind es 128 Tonnen Unrat, die allein sie weggeschafft hat. „Aber es lag überall immer noch so viel Müll am Straßenrand, als wir zurückgefahren sind“, berichtet Juliane am Montag, „ich glaube, dass es manche Dörfer gibt, wo noch niemand war. An der Waage mussten wir nur angeben, aus welchem Dorf wir kamen.“

Freiwillig und ohne Karte

Auch Paul Apelt, dessen Spedition wir im FERNFAHRER 9/2021 vorstellen, war an diesem Wochenende mit fünf Lastzügen im Auftrag der Stadt Scheiden unterwegs, er hat seine Ladungen auch im Zwischenlager der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang im Nationalpark Hocheifel abgekippt. Wie sein Fahrer Francois Schmitt ist er Freitagabend in Grube Messel bei Darmstadt losgefahren und erst am Sonntagabend zurückgekommen. Alles ganz legal ohne Karte im Tacho – was ihm Rahmen der Katastrophenhilfe erlaubt ist. „Ich muss es meinen Fahrern hoch anrechnen, dass auch sie alles freiwillig gemacht haben, um hier zu helfen.“ Von ihm stammt auch das letzte eindrucksvolle Bild in der Bildgalerie – das zeigt, wie schnell das Leben der Menschen durch die Natur aus dem Lot gerät.

So viele tolle Geschichten

Es gäbe so viele Geschichten von dieser Hilfsaktion zu erzählen. Ich kann hier einige nur anreißen. So wie die von Lars Krivitz von March Transporte aus Rheinbach, der noch am Donnerstag mit seinem Kühlzug für einen Kollegen eingesprungen ist, der selber seinen Keller ausräumen musste. Am Freitag war er mit einem 18-Tonner, den sein Chef Marco March vom Volvo-Partner Jungbluth besorgt hatte, im Flutgebiet unterwegs, um Müll zur Kippe zu fahren. Am Samstag lotste er das Team von Kubo zum Lager von March, dass selbst vom Hochwasser betroffen war. Und am Sonntag verteilte er die Pakete im firmeneigenen Kleintransporter die dringend benötigten Hygieneartikel, Babynahrung und Lebensmittel an Hilfsbedürftige. Dann ging es Sonntagabend wieder ganz normal auf Tour nach Hamburg.

Natürlich muss ich auch Ralf Kalabis-Schick erwähnen, der sein Versprechen aus der Sendung gehalten hatte. Er hatte 47 Lkw von überwiegend hessischen Unternehmern zur Beladung nahezu generalstabsmäßig auf dem Messeplatz in Marburg organisiert. Unterwegs stellte sich heraus, dass einige Abladestellen nicht auf ihn vorbereitet waren. Bis weit in die Nacht musste er umplanen, einige Lkw wurden sogar erst im Rheinland abgeladen. Die ganze, für ihn am Ende versöhnliche Geschichte hat Nadine Weigel, die uns auch zwei Bilder zur Verfügung gestellt hat, in der Lokalpresse im Detail nacherzählt. Auch sie spiegelt das Gefühl einer gesamten Branche wieder: Wir können das, wir haben es sehr gerne getan, und wir kommen so lange wieder, bis die betroffenen Menschen wieder halbwegs normal leben können.

Lena und ihre helfenden Freunde

Und dann ist da noch Lena Sänger, die Tochter des Inhabers des Bauunternehmens Weiß & Sänger, einer kleinen Firma mit vier Mann aus Gönnern. Mit ihrem silbernen Scania R650 fährt sie als „Mädchen für alles“, wie sie selber sagt, Baumaschinen oder Bagger. Sie war mit Ihrem Freund Alex Horn und dessen Arbeitskollegen Jean-Pierre Kram, beide Fahrer von Schäfer Transport, vor Ort. Die beiden waren auch am Wochenende zuvor mit den Lkw schon einmal in Dernau und Sinzig. „Mein Freund und ich wurden am Samstag in einen kleinen Park nahe Bad Münstereifel geschickt“, sagt Lena, „wir haben dort sofort mit dem 6- und 9- Tonnen Bagger begonnen, das angespülte Geröll auf große Haufen zu baggern. Die Erft hatte sich dort einen neuen Weg gesucht und weiter unten eine große Baustelle unter Wasser gesetzt. Wir haben sie dann zurück verlegt in das alte Bachbett.“

Erst am Sonntagabend gegen 21 Uhr machten sich Lena und ihr Team wieder auf Richtung Heimat, sie wollten die Aufgabe zu Ende bringen. Grob geschätzt denken sie, dass es zwischen 1.500 bis 2. 000 Tonnen Geröll und Schlamm waren, die sie dort mit den beiden Baggern bewegt haben. „Unser Eindruck vom Wochenende ist gemischt“, schreibt mir Lena später. „Einerseits ist es schön, dass man ein kleines bisschen helfen konnte, aber wenn man überall dieses Chaos sieht und die riesigen Schäden, die das Hochwasser hinterlassen hat, ist das nur ein winzig kleiner Bruchteil - und man würde gerne viel mehr tun. Eventuell werden wir auch in den nächsten Wochen noch einmal dorthin fahren.“

Sofort wieder auf Tour

Juliane Ritter war mit dem Konvoi erst gegen Mitternacht wieder zuhause in Gießen. Voller Eindrücke - und nicht nur körperlich ziemlich erledigt, die überwiegend telefonische Organisation, das Hin und Her, ob es überhaupt klappt, hat sie am Ende geschafft. Tagelang stand das Telefon nicht still. „Vor Ort war es allerdings unglaublich gut organisiert“, berichtete sie am Montagabend. Nachdem sie in der Frühe um vier Uhr wieder ihre normale Tour zu Remondis nach Erftstadt gemacht hat - mit erheblichen Verzögerungen durch die trotz neuer Umgehung bei Hürth überlastete B265, die von der A4 nach Erftstadt führt. Auch bei Remondis traf sie auf Berge von Müll. Dieser Eindruck wird sie so schnell nicht loslassen. „In Iversheim sah es aus wie in einem Kriegsgebiet, als wir dort waren. Ich fahre regelmäßig auf Müllkippen. Aber was ich dort gesehen habe, übertrifft einfach alles.“ Nächstes Wochenende muss sie einfach mal zur Ruhe kommen. Danach will sie wieder in das Krisengebiet. So lange, bis alles von der Straße ist.

Die fahrpersonal- und versicherungsrechtlichen Fragen

Es ist abzusehen, dass die Hilfsbereitschaft aus der Logistik vor allem an den Wochenenden noch weiter geht. Daher hier die Antworten auf die Fragen, die in der 63. Sendung von FERNFAHER Live aufgekommen sind.

Zu den Ausnahmegenehmigungen und fahrpersonalrechtlichen Fragen stellen sowohl das BAG als auch der BGL auf ihre Internetpräsenz die wichtigsten Antworten bereit. Hier sind sie zusammengefasst:

Ausnahmegenehmigungen

Die meisten deutschen Bundesländer haben wegen der Unwetterkatastrophe in mehreren Teilen Deutschlands eine Ausnahme vom Lkw-Fahrverbot und Sonn- und Feiertagen sowie an den Samstagen während der Ferienreisezeit erlassen. Die Ausnahme gilt in den Ländern:

Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt.

Sie gilt für Beförderungen, die unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit der Hilfeleistung und Folgenbeseitigung der Unwetterschäden sowie der damit verbundenen Versorgung der Bevölkerung stehen sowie Leerfahrten in direktem Zusammenhang mit diesen Transporten.

Die Ausnahmegenehmigung gilt bis einschließlich 01.08.2021, in Rheinland-Pfalz gilt sie bis auf weiteres, längstens jedoch bis zum 31. August 2021.

Lenkzeit

Darüber hinaus gelten bis zum 01.08.2021 die Ausnahmen von den Lenk- und Ruhezeiten, über die wir Sie mit Rundschreiben Nr. 871 vom 16.07.2021 informierten.

Die Ausnahmen betreffen:

- Die maximal zulässige Tageslenkzeit (max. 5x die Woche auf höchstens 10 Stunden verlängert)

- Die maximal zulässige Wochenlenkzeit (max. 59 Stunden)

- Die Wochenruhezeiten (zwei aufeinanderfolgende reduzierte wöchentliche Ruhezeiten)

Fahrerkarte

Nach VO 561/2006 müssen Aufzeichnungen von Lenk- und Ruhezeiten im Rahmen eines Hilfstransportes nicht vorgenommen werden. In Artikel 3 d steht:

Diese Verordnung gilt nicht für Beförderungen im Straßenverkehr mit folgenden Fahrzeugen:

d.) Fahrzeuge – einschließlich Fahrzeuge, die für nichtgewerbliche Transporte für humanitäre Hilfe verwendet werden –, die in Notfällen oder bei Rettungsmaßnahmen verwendet werden

Beachten Sie dabei aber bitte folgendes:

- Der Fahrer muss während der Fahrt den Tacho auf „Out of Scope“ stellen

- Damit das Unternehmen für spätere Betriebskontrollen eine genaue Aufzeichnung und Begründung dieser Fahrt hat, muss der Fahrer jeden Tag vor und nach Arbeitsbeginn einen Ausdruck machen.

- Beachten Sie in diesem Fall die Aufzeichnungen der Arbeitszeiten nach dem Mindestlohngesetz.

Da es sich bei der VO 561/2006 um eine europäische Verordnung handelt, wird dieser Ausnahmefall und die Befreiung vom Stecken der Fahrerkarte im gesamten Gebiet der Europäischen Union anerkannt.

Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (Schlüsselzahl 95)

Das BKrFQG sieht für Hilfstransporte keine Ausnahme vor. Das heißt, dass der eingesetzte Kraftfahrer in seinem Führerschein, oder in seinem Fahrerqualifikationsnachweis die Schlüsselnummer 95 als Nachweis der Weiterbildung eingetragen haben muss.

Einzige Ausnahme: es handelt sich bei dem Transport um einen nicht gewerblichen Transport und für den Fahrer um eine private Fahrt. Im BKrFQG §1 Absatz 2 Satz 7 steht dazu folgendes:

(2) Abweichend von Absatz 1 gilt dieses Gesetz nicht für Fahrten mit

7. Kraftfahrzeugen zur nichtgewerblichen Beförderung von Personen oder Gütern zu privaten Zwecken.

Der Kraftfahrer darf also für die Zeit des Hilfstransportes keinen Lohn empfangen.

Das BAG informiert auf seiner Website.

Versicherungen

Unser Gast Thomas Nissen von der KRAVAG Logistics-Versicherungs AG aus Hamburg hat dankenswerterweise die wichtigsten versicherungsrechtlichen Fragen bei Hilfstransporten und wichtige Kontakte wie folgt zusammenfast:

Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Im Notfall versichert – dies gilt für alle Helferinnen und Helfer, die sich in einer Gefahrensituation für andere einsetzen und hierbei ihre eigene Gesundheit riskieren.

Unfallkasse NRW

Die Einsatzkräfte der Hilfeleistungsunternehmen sowie alle Ersthelfer sind gesetzlich unfallversichert. Für die medizinische und psychotherapeutische Versorgung ist die Unfallkasse NRW als gesetzliche Unfallversicherung zuständig.

Menschen, die einer Person in Not Erste Hilfe leisten und dabei selbst zu Schaden kommen, sind über die Unfallkasse NRW gesetzlich unfallversichert. Von körperlichen Verletzungen über die kaputte Hose bis hin zu psychischen Folgen – wer andere Menschen in einer Gefahrensituation vor Schäden bewahren will und dabei selber zu Schaden kommt, ist abgesichert. Doch leider wissen viel zu wenige Menschen von diesem Schutz. Um Betroffene schnell und unkompliziert zu informieren, gibt es jetzt auch in Nordrhein-Westfalen ab sofort eine Ersthelferkarte.

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