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Elektro-Transporter

Maske kauft 200 Maxus EV80 von Saic

Foto: Maske

Der Autovermieter Maske will ab Oktober zunächst 200 Maxus EV 80 des größten chinesischen Herstellers Saic in seine Flotte von 2.800 KEP-Fahrzeugen aufnehmen.

28.09.2017 Nicole de Jong

Vermutlich bleibt das Thema Fahrverbot für Dieselfahrzeuge mit Schadstoffklasse bis Euro 5 bis nach der Bundestagswahl in der Schwebe. Doch Großstädte wie Stuttgart, München und Hamburg diskutieren seit Monaten darüber, Dieselautos aus den Innenstädten zu verbannen. Das setzt neben vielen anderen auch KEP-Dienste unter Druck, die Geschäftskunden und privaten Empfängern in den Cities taglich tausende von Paketen liefern.

Reichweite von bis zu 200 Kilometern

Deutsche Autohersteller haben in Sachen Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben noch wenig anzubieten. Und so wundert es nicht, dass sich Andreas Maske, Geschäftsführer des gleichnamigen Anbieters für Auto-Langzeitmiete, auch außerhalb Europas umgeschaut hat. Fündig wurde der Chef des Familienunternehmens mit Sitz im norddeutschen Gyhum/Bockel schließlich beim größten chinesischen Autohersteller Saic. "Der Maxus EV 80 ist ein Elektrotransporter ohne Emissionen", sagt Maske. Das Fahrzeug in Sprinter-Größe eigne sich mit seiner Reichweite von bis zu 200 Kilometern besonders für den innerstädtischen Lieferverkehr. "Die Ladezeit beträgt gerade mal 2,5 Stunden", fügt er hinzu. Über den sogenannten AC/DC-Konverter ist gesichert, dass er an jeder deutschen Ladesäule Strom tanken kann.

Maske will ab Oktober zunächst 200 Maxus EV 80 des größten chinesischen Herstellers Saic in seine Flotte von 2800 KEP-Fahrzeugen aufnehmen. Das Unternehmen, dessen Gesamtfuhrpark 8000 Fahrzeuge umfasst, ist flächendeckend mit Werkstätten in Deutschland und Österreich vertreten. Alle Mitarbeiter sind für Wartung und Reparatur von Elektrofahrzeugen geschult. Ab 2018 will der Vermieter Service-Partner in sein Netzwerk integrieren, um auch die Regionen abzudecken, wo er selbst keine Niederlassungen hat. "Wir sind bei der Elektromobilität schon jetzt ganz weit vorne", sagt der Geschäftsführer. So bekommen Firmenkunden bei Maske schon ab einem Monat Mindestmietdauer bespielsweise auch einen elektrisch angetriebenen Renault Zoe oder ein Maxus-Lastenfahrrad mit E-Motor.

Transporter zerlegt und geprüft

Den Maxus EV 80 will Maske über sein Tochterunternehmen Cargo Mobile vertreiben, ein mittelständisches Start-up, das sich auf den Handel mit Elektrofahrzeugen im leichten Nutzfahrzeugsegment spezialisiert hat. "Bevor wir den Vertrag mit den Chinesen unterzeichnet haben, haben wir den Transporter komplett zerlegt und geprüft", erläutert er. Er sei zwar nicht sexy,  aber mit allem ausgestattet, was ein KEP-Fahrzeug haben müsse wie beispielsweise Tagfahrleuchte, rechtsseitige Schiebetür, Antiblockiersystem (ABS), elektronische Bremskraftverteilung (EBD), Bremsassistent (BAS) sowie Batterieschutz.

Der Transporter mit E-Antrieb verfügt über zehn Kubikmeter Ladevolumen und kann 950 Kilogramm zuladen. Der Laderaum weist eine geringe Einstiegshöhe aus, ist mit einer halbhohen Seitenverkleidung, rutschfestem Holzfußboden sowie eingelassenen Zurrpunkten ausgestattet. "Der Maxus ist für 48.000 Euro netto zu haben", betont Maske. Und fällt unter das Förderprogramm des Bundes. Wer den Umweltbonus beantragt, bekommt 2.000 Euro gut geschrieben. Cargo Mobile gewährt eine Batteriegarantie über fünf Jahre oder 100.000 Kilometer. Das Batteriepack lässt sich einfach austauschen.

Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt

Auch in Sachen Komfort lässt der Maxus nichts zu Wünschen übrig. Neben elektrisch verstellbaren Seitenspiegeln mit Heizung, Klimaanlage, die Cargo Mobile zu Energiesparzwecken abstellen kann, elektrischer Feststellbremse und elektrischem Fensterheber vorn, kann auch der Fahrersitz mit Armlehne achtfach verstellt werden. Ein Fernbedienungsschlüssel gehört ebenfalls zur Serienausstattung. "In Sachen Qualität wird der Maxus sicher nicht mit deutschen Marken mithalten können, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Ich bin begeistert von dem Auto", betont Maske.

Doch mit dem Kauf des Fahrzeugs alleine sei es nicht getan, warnt der Geschäftsführer. Denn schließlich benötigt jeder Nutzer auch eine Ladeinfrastruktur. "Wir beraten und unterstützen dabei", fügt er hinzu, denn es gebe derzeit keinen standardisierten Markt. Ein paar Monate müsse jeder einkalkulieren, bis alles aufgebaut ist und er seine E-Fahrzeuge problemlos einsetzen kann. Ab dem kommenden Jahr wird es den Maxus außerdem in verschiedenen Längen sowie als Fahrgestell für Pritschen- oder Kofferaufbauten geben.

Maße und Gewichte

  • Länge    5.700 mm
  • Breite    1.998 mm
  • Höhe    2.345 mm
  • Radstand    3.850 mm
  • Sitzplätze    3
  • Leergewicht    2.550 kg
  • Gesamtgewicht    3.500 kg
  • Kombiniertes zul. Ges.gewicht Fahrzeug und Batterie    4.250 kg
  • Motorleistung    92 kW
  • Höchstgeschwindigkeit    100 km/h
  • Beschleunigung 0 bis 100 km/h    24 Sek.
  • Batterie/Akku     56 kWh
  • Ladefläche    3.300 mm
  • Frachtraumbreite    1.770 mm
  • Frachtraumhöhe    1.710 mm
  • Nutzlast/Zuladung    950 kg
  • Frachtvolumen    10,2 m3 
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