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Unfallgefährdung von Transportern: Mehr Sicherheit mit elektronischen Helfern

Versierte Fahrer und technische Maßnahmen wie etwa Fahrerassistenzsysteme helfen, das Unfallrisiko bei Kleintransportern zu reduzieren.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsprojekt der Unfallforschung der Versicherer (UDV), des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BASt) und der Sachverständigenorganisation Dekra.
 
Um die Verkehrssicherheit von Kleintransportern insgesamt zu erhöhen, spiele laut Forscher die individuelle Fahrerschulung eine zentrale Rolle. Fahrerassistenzsysteme könnten zudem dazu beitragen, Unfälle weiter zu verhindern. Die besonders häufigen Auffahrunfälle könnten etwa durch automatische Notbrems- und Auffahrwarnsysteme abgeschwächt oder vermieden werden. Kollisionen beim Rückwärtsfahren – häufige Unfallursache bei Transportern – könnten mittels Rückfahrkameras reduziert werden.  Damit weniger Fahrer von der Straße abkommen – laut Forscher ebenso ein relevantes Unfallszenario bei Transportern – wäre der Einsatz von ESP-Systemen und modernen Spurverlassenswarnern sinnvoll.

Bei einem Unfall zwischen einem Pkw und einem Transporter gelten wegen unterschiedlicher Bauart und Masse ungleiche Verhältnisse. Nach Ansicht der Forscher sollte dies bei zukünftigen Fahrzeugkonstruktionen besser berücksichtigt werden.

Transporter unterscheiden sich im Unfallgeschehen nicht sehr von Pkw


Die Studie kommt zudem zu dem Ergebnis, dass sich Transporter  im Unfallgeschehen nicht wesentlich von Pkw unterscheiden. Die Fahrleistung von Transporter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht liege jährlich mit durchschnittlich  21.000 zurückgelegten Kilometern um 80 Prozent höher als bei Pkw. Daran gemessen, ist die Unfallhäufigkeit von Transportern niedriger als bei Pkw. Bei bis zu 2,8-Tonnern, deren Fahrleistung um 40 Prozent höher ist als bei Pkw, sieht es laut Studie ähnlich aus. 

Vorwiegend passieren Unfälle mit Transportern auf Landstraßen, nicht auf der Autobahn. Technische Ursachen fallen nicht ins Gewicht. Meist erfolgen die Unfälle durch Fehlverhalten des Fahrers. Nach den Ergebnissen der Studie fällt die Gurtbenutzerquote  um 15 bis 20 Prozent geringer aus als bei Pkw-Insassen.
 
 
Für die Studie haben die Projektbeteiligten mehr als 1.650 Unfälle mit Kleintransportern untersucht und Vorschläge zur Sicherheit erarbeitet.

Susanne Spotz, ETM online

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21. Dezember 2012
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