Zoom

Italien: Neue Protestwelle rollt an

Vergangene Woche haben in Italien Lkw-Fahrer und Eisenbahner gestreikt. Grund für den Unmut der Transporteure sind angezogene Mautgebühren, hohe Versicherungskosten und hohe Spritpreise.

Nach Angaben des österreichischen Außenwirtschaftscenters Mailand soll der Streik weitergehen. Für weitere fünf Tage wollen Transporteure die Arbeit niederlegen. Zunächst sollte es am 6. Februar losgehen. Jetzt sei der Protestbeginn auf den 20. Februar verschoben worden. Grund dafür, seien geplante Gespräche mit der italienischen Regierung.


Der Protest gegen die Regierung Monti und deren Sparpläne führte in der letzten Januar-Woche zu erheblichen Lieferengpässen. Fiat musste die Produktion unterbrechen, zahlreiche Tankstellen machten dicht, da der Sprit fehlte. Der Schaden an verdorbenen Frischnahrungsmitteln belaufe sich auf mehr als 200 Millionen Euro, rechnet der Landwirtschaftsverband Coldiretti vor. Medienangaben zufolge hat sich die Regierung Monti jetzt auf die Transportbranche zubewegt. So kündigte Industrieminister Passera an, die Autobahngebühren für Lkw-Fahrer zu reduzieren. Die Behörden wollen aber entschieden gegen die Lkw-Fahrer vorgehen, die nicht nur streiken, sondern mit ihren Fahrzeugen den Verkehr blockieren.

Susanne Spotz, ETM online

Autor

Foto

Fotolia; Montage: Grobosch

Datum

3. Februar 2012
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Unsere Experten
Fred Dremel, Experte für Sozialvorschriften für das Fahrpersonal im Strassenverkehr, Arbeitszeitrecht , Kontrollgeräte Fred Dremel Sozialvorschriften
Von 1980 bis 2013 Betriebsprüfer Arbeitsschutz in Aachen auf dem Gebiet Sozialvorschriften für… Profil anzeigen Frage stellen
Jan Bergrath, Experte für Fahrerthemen Jan Bergrath Journalist
Jan Bergrath beobachtet und beschreibt seit über 25 Jahren als freier Fachjournalist die… Profil anzeigen Frage stellen
Aktuelle Fragen
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.