Feldversuch: Lang-Lkw starten am 5. März

Am 5. März startet der bundesweite Feldversuch mit Lang-Lkw. Zwar ist die Ausnahmeverordnung, die das Projekt regelt, bereits zu Jahresbeginn in Kraft getreten. Doch erst nach dem offiziellen Startschuss dürfen die bis zu 25 Meter langen Einheiten auf Tour gehen.

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer wollte aus Sicherheitsgründen warten, bis Schnee und Eis getaut sind. Er rechnet mit bis zu 400 Fahrzeugen, die an dem auf fünf Jahre ausgelegten Feldversuch teilnehmen werden.

Auftaktveranstaltung in München

Der Fahrzeughersteller MAN richtet die Auftaktveranstaltung in München aus und ermöglicht Minister Ramsauer und seinem Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer (beide CSU) auf der firmeneigenen Teststrecke die Jungfernfahrt. MAN will sich selbst mit zwei Lang-Lkw an dem Feldversuch beteiligen. Sie sollen im Werkverkehr zum Einsatz kommen. Sowohl die beiden Lang-Lkw von MAN als auch ein Kunden-Fahrzeug sollen am 5. März auf Tour gehen. Um welchen Kunden es sich dabei handelt, ist noch nicht bekannt.

Stefan Klatt, Head of Public Affairs MAN,  kündigt an, dass zu der Veranstaltung etwa 130 Interessenten rund ums Thema Lang-Lkw eingeladen werden. "Die Einladung erfolgt unter dem Dach der Initiative für Innovative Nutzfahrzeuge", erklärt er. Zu dieser Initiative zählen fast alle namhaften Branchenverbände, darunter BGL, BWVL, DSLV und VDA. Durch Einbindung des VDA ist der Termin auch mit den anderen hiesigen Lkw-Bauern abgestimmt. Eine Auftaktveranstaltung bei einem der anderen im VDA organisierten Lkw-Hersteller wäre nicht infrage gekommen. In Stuttgart (Daimler) und Ulm (Iveco) sind Fahrten mit dem Lang-Lkw untersagt. Das grün-rot regierte Baden-Württemberg lehnt eine Teilnahme am Feldversuch ab.

Trotz Kraftstoffersparnis hält sich das Interesse in Grenzen

"Wir sind froh, dass es nun losgeht", sagt ein VDA-Sprecher. "Wenn statt drei herkömmlicher Lkw nur noch zwei Lang-Lkw für das gleiche Transportvolumen benötigt werden, sind bis zu 30 Prozent Kraftstoffersparnis möglich", heißt es von dem Verband. "Der Lang-Lkw ist deswegen ein echter Ökolaster." Trotz aller angeblichen Vorteile hält sich das Interesse an den XXL-Fahrzeugen bisher in Grenzen. Bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sind bislang kaum Anmeldungen eingegangen.

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Matthias Rathmann

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