BGL Bayern warnt: Brenner-Chaos verschärft sich

BGL Bayern warnt vor Schäden
Brenner-Chaos verschärft sich

Der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen – BGL Bayern fordert Lösungen für die Einschränkungen am Brennerkorridor. An Pfingsten wurden die Folgen für Lkw deutlich, auch nächste Woche soll die Situation kritisch werden.

Brenner-Chaos verschärft sich
Foto: Thomas Küppers

Die Fahrverbote und Verkehrsbeschränkungen am Brenner verursachen nach Angaben des LBT-Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen – BGL-Bayern massive wirtschaftliche Schäden. Die Folgen zeigten sich demnach am Pfingstmontag deutlich: Die Lkw stauten sich 35 Kilometer lang von Rosenheim bis Kiefersfelden. Die Lkw-Fahrer standen bis zu vier Stunden im Stau.

LBT warnt vor Gefährdung der Versorgungssicherheit

Der LBT mahnt, dass die aktuellen Fahrverbote und Verkehrsbeschränkungen zunehmend die Versorgungssicherheit sowie stabile Lieferketten in Deutschland und Europa gefährden. Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik haben dadurch mit steigenden Kosten, Verzögerungen und erheblichen Planungsunsicherheiten zu kämpfen.

Lkw über 7,5 Tonnen können Straßenkapazität kaum nutzen

Vom 1. bis 6. Juni sei die Lage besonders kritisch. Insgesamt stehen 168 Stunden Straßenkapazität zur Verfügung. Lkw über 7,5 Tonnen können davon jedoch nur 44 Stunden nutzen. Die effektive Nutzbarkeit der Straßenkapazität sinke auf rund 26 Prozent und weniger.

Wirtschaft fordert schnelle Lösungen am Brennerkorridor

Die Wirtschaft fordere daher Lösungen für einen funktionierenden Transitverkehr. Die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen entlang des Brennerkorridors sollten zudem beschleunigt umgesetzt werden.

„Der Brenner dient zunehmend als Druckmittel, um über wirtschaftliche Schäden politische Ergebnisse zu erzielen. Die Auswirkungen treffen jedoch Unternehmen, Transporteure und letztlich die gesamte Versorgungssicherheit. Der Brenner-Nordzulauf ist ein wichtiges Puzzleteil, um wirtschaftliche Schäden langfristig abzuwenden und den europäischen Warenverkehr verlässlich sicherzustellen“, sagt LBT-Hauptgeschäftsführer Stephan Doppelhammer.