trans aktuell-Symposium bei IDS Logistik

trans aktuell-Symposium bei IDS Logistik
Elektro-Lkw rechnen sich im Stückgut

Die Elektrifizierung im Stückgutverkehr nimmt Fahrt auf: Beim trans aktuell-Symposium bei IDS Logistik in Neuenstein berichteten Branchenvertreter über ihre Erfahrungen mit E-Lkw, Ladeinfrastruktur und Wirtschaftlichkeit.

Elektro-Lkw rechnen sich im Stückgut
Foto: Thomas Küppers

„Rund zehn Prozent der Emissionen gehen auf uns Lkw-Spediteure zurück“, sagte Dr. Michael Bargl, Geschäftsführer der Stückgutkooperation IDS Logistik zu Beginn des trans aktuell-Symposiums „Aufgeladen für 2030 – Stückgut schaltet auf Strom um“. Der Bereich Stückgut wiederum mache 20 Prozent der Lkw-Verkehre insgesamt aus.

Daher plant IDS Logistik die Elektrifizierung von Verkehren – und setzt diesen Plan bereits erfolgreich um. „Wir sind am Punkt des Hochskalierens“, sagte Bargl. „Es ist uns gelungen, den ersten Schritt zu machen.“ In kleinen Stückzahlen rechne sich der Umstieg auf Strom schon.

Zwei 400 kW-Ladesäulen am IDS-Standort Neuenstein

Das vierte und letzte trans aktuell-Symposium des Jahres fand am IDS-Standort Neuenstein statt. Dort befinden sich zwei 400 kW-Ladesäulen, also insgesamt vier Ladepunkte. IDS Logistik hat sich in Neuenstein eine 1,6 MW-Anschlussleistung gesichert, der Ausbau auf 3 MW ist möglich.

„Der Netzanschluss ist momentan die größte Hürde“, berichtete Jan Schwenski, Regional Sales Manager bei dem Ladeinfrastruktur-Anbieter Milence. Das Joint Venture der Lkw-Hersteller Volvo Group, Daimler Truck und Traton hat laut Schwenski das Ziel, Europas größtes öffentliches E-Ladenetzwerk für Transport und Logistik zu bauen. „Wir geben Gas und haben aktuell einiges in Bau, um das Netzwerk zu verdichten“, sagte Schwenski.

Geis Group betreibt 32 Elektro-Lkw

Gas gibt auch die Geis Group, Gesellschafterin von IDS Logistik. 32 Elektro-Lkw fahren für den Logistikdienstleister mit Sitz in Bad Neustadt, 111 Ladepunkte für Elektro-Pkw und -Lkw sind bereits installiert worden. „Wir sind sehr Asset-lastig und können durch physische Reduktionsmaßnahmen vieles durchsetzen“, sagte Marcus Wieser, Leiter Nachhaltigkeit bei der Geis Group.

Wieser veranschaulichte die Wirtschaftlichkeit der E-Lkw im IDS-Hub-Verkehr. Die Fahrzeuge weisen an allen drei Standorten – Ebersdorf, Bad Neustadt und Nürnberg – niedrigere kalkulierte Kilometerkosten auf als Diesel-Lkw.

Die ausführliche Berichterstattung folgt in der trans aktuell-Ausgabe 22.