Zwischen Bremen und Stuttgart rollt ab sofort täglich ein neuer Intermodalzug: Der Schienenlogistiker Captrain Deutschland und der Spediteur L.I.T. erweitern ihr Joint Venture SmartRail Logistics um eine feste Verbindung zwischen dem Bremer Roland-Terminal und Stuttgart Hafen. Ziel ist eine schnelle, flexible und nachhaltige Transportlösung für unterschiedliche Ladungsarten und Sendungsgrößen, inklusive Vor- und Nachlauf per Lkw.
Tägliche Züge zwischen Nord- und Süddeutschland
Im Rahmen des Joint Ventures SmartRail Logistics verkehren die Züge täglich in beide Richtungen zwischen Bremen und Stuttgart. Ergänzend bestehen Anschlussverbindungen nach Bremen-Sebaldsbrück sowie nach Sindelfingen. Captrain übernimmt die Schienentraktion, L.I.T. organisiert die Vor- und Nachläufe auf der Straße zwischen Terminals, Lieferanten und Endkunden in den Regionen rund um Bremen und Stuttgart.
Transportiert werden:
- Konventionelle Sendungen
- Ladungen im kombinierten Verkehr (KV)
- Kleinere Sendungsgrößen
- Komplette Zugladungen
Damit adressiert die Verbindung sowohl Industrie- als auch Handelsunternehmen entlang des Nord-Süd-Korridors.
Elektrische Lok mit Last-Mile-Technologie
Zum Einsatz kommen laut der Unternehmen elektrische Lokomotiven mit integrierter Last-Mile-Technologie. Diese ermöglichen die direkte Einfahrt in Terminals und Gleisanschlüsse ohne zusätzlichen Rangieraufwand.
Der Vorteil:
- Verkürzte Umschlagzeiten
- Weniger Schnittstellen
- Höhere Flexibilität
- Geringere Emissionen im Vergleich zum reinen Straßentransport
Die Verbindung steht nicht nur bestehenden Kunden offen, sondern auch weiteren Unternehmen mit Logistikbedarf auf dieser Relation.
SmartRail als integrierte Korridorlösung
SmartRail Logistics fungiert als verkehrsträgerübergreifende Steuerungseinheit zwischen Eisenbahnverkehrsunternehmen, Terminal und Spedition. Das Joint Venture schließt damit operative Lücken zwischen Bahn, Operateur und Straßentransport. Die Route Bremen–Stuttgart zählt zu den wirtschaftlich bedeutenden Achsen zwischen Norddeutschland und Süddeutschland. Beide Regionen sind geprägt von Automobilindustrie, Maschinenbau, Konsumgüterlogistik und Hafenhinterlandverkehren.
Strategische Bedeutung für den Kombinierten Verkehr
Die tägliche Verbindung stärkt den Kombinierten Verkehr (KV) im deutschen Binnenmarkt. Gerade auf Nord-Süd-Relationen gewinnen planbare Bahnangebote an Bedeutung – auch im Kontext steigender Nachhaltigkeitsanforderungen und CO₂-Reduktionsziele. Mit der elektrischen Traktion und der Bündelung von Sendungen bietet das Modell Potenzial zur Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene.
In Kürze: die Key Facts
- Verbindung: Bremen – Stuttgart
- Frequenz: täglich in beide Richtungen
- Betreiber: SmartRail Logistics (Captrain & L.I.T.)
- Terminals: Bremer Roland-Terminal – Stuttgart Hafen
- Anschlüsse: Bremen-Sebaldsbrück, Sindelfingen
- Transportarten: konventionelle Sendungen & kombinierter Verkehr
- Technologie: elektrische Lokomotiven mit Last-Mile-FunktionZielgruppe: Industrie- und Handelsunternehmen
- Verkehrsträger: Schiene mit Lkw-Vor- und Nachlauf
- Strategischer Kontext: Stärkung des Nord-Süd-Korridors







