Cargobeamer wächst um 30 Prozent

Ausbau der Verbindungen und Terminals
Cargobeamer wächst um 30 Prozent

Cargobeamer meldet für 2026 rund 30 Prozent mehr transportierte Einheiten als im Vorjahreszeitraum. Tim Krause, Head of Communications bei Cargobeamer, zur Marktentwicklung des KV-Dienstleisters.

Cargobeamer wächst um 30 Prozent
Foto: Cargobeamer
Eurotransport.de: Wie entwickelt sich Cargobeamer momentan?

Tim Krause: Die Entwicklung von Cargobeamer ist aktuell aus zwei Perspektiven interessant. Im Betrieb von KV-Verbindungen für Sattelauflieger, unserem primären Produkt, wachsen wir aktuell dynamisch. 2026 wurden in Lüttich–Parma und Stuttgart–Mailand zwei neue Linien an den Start gebracht, und auf bestehenden Linien in Deutschland, Italien, Frankreich wurde die Anzahl angebotener Züge erhöht. Wir verzeichnen signifikante Wachstumszahlen von rund 30 Prozent mehr transportierten Einheiten als im gleichen Zeitraum in 2025.

Parallel ist die Entwicklung auf der Terminalseite wichtig. In Kaldenkirchen läuft der Ausbau zum ersten Cargobeamer-Terminal in Deutschland, in Domodossola (Italien) ziehen wir zeitnah nach. Beide Standorte verbinden wir schon heute in einer Hochfrequenz-Verbindung von über 20 Umläufen je Woche – einer der dichtesten Fahrpläne im europäischen Schienengüterverkehr. Diese Linie werden wir in den kommenden Monaten und Jahren weiter deutlich ausbauen.

Girteka und Amazon zählen zu den Kunden

Wer zählt zu den Kunden?

Wir arbeiten mit Speditions- und Transportunternehmen jeder Größe zusammen. In unserem Kundenportfolio finden sich sowohl kleine Fuhrunternehmen als auch große Flottenbetreiber, die hauptsächlich Sattelauflieger verschiedener Bauarten mit uns transportieren. Als wichtige Kunden können wir das litauische Transportunternehmen Girteka sowie den Online-Händler Amazon nennen. Insgesamt liegt die Anzahl unserer Kunden im dreistelligen Bereich.

Cargobeamer

Cargobeamer transportiert umweltfreundlich auf der Schiene – per horizontalem System.

Wie ist die Situation im Kombinierten Verkehr (KV) momentan? Welche Herausforderungen gibt es?

Wie alle Marktteilnehmer sind wir von Herausforderungen auf dem deutschen Schienennetz betroffen. Hier kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen. Gleichzeitig können wir mit unseren Wachstumszahlen zeigen, dass auch trotz einer angespannten Situation bei der Infrastruktur Wachstum und mehr Verkehr auf der Schiene möglich ist. Insbesondere auf Hochfrequenz-Linien wie Kaldenkirchen–Domodossola mit über 20 Umläufen können wir Störungen im Netz gut abfangen. Vereinfach gesprochen: Hat ein Zug einmal Verspätung oder fällt aus, fährt bereits wenige Stunden später der nächste zum gleichen Ziel, statt erst einen oder mehrere Tage später. Dies sorgt für Verlässlichkeit, was für unsere Kunden zu den wichtigsten Kriterien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zählt.

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