DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2026

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Arbeitsplatz Straßenverkehr
Stark unterschätztes Unfallrisiko

Der diesjährige DEKRA Verkehrssicherheitsreport befasst sich mit dem „Arbeitsplatz Straßenverkehr“ und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf, um die Zahl der Verletzten und Getöteten zu senken.

Titelmotiv des Dekra-Verkehrssicherheitsreports 2026 mit Straßenarbeitern an einer Autobahn neben einem orangefarbenen Einsatzfahrzeug.
Foto: DEKRA

Berufskraftfahrerinnen und -fahrer transportieren wichtige Waren unter anderem fürs tägliche Leben oder die Industrie und legen mit ihren Fahrzeugen pro Jahr teilweise über 100.000 Kilometer zurück. Auf unzähligen Baustellen kümmern sich Menschen um die Instandsetzung oder den Ausbau der Straßeninfrastruktur. Beschäftigte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten bewegen sich auf ihren Einsatzfahrten nicht selten in einem Umfeld, das jederzeit unvorhersehbare Situationen bereithält. Allein diese drei Beispiele zeigen eindrücklich die große Bandbreite und die damit verbundenen Herausforderungen rund um den „Arbeitsplatz Straßenverkehr“, an dem jährlich viele Menschen bei Verkehrsunfällen schwere oder tödliche Verletzungen erleiden.

DEKRA führt umfangreiche Fahrversuche und Crashtests durch

„Vor diesem Hintergrund gilt es, genauer hinzuschauen und zu analysieren, worin die Ursachen und Gründe hierfür liegen und mit welchen Maßnahmen sich diese Unfälle idealerweise gänzlich vermeiden oder zumindest in ihren Folgen mindern lassen“, sagte Jann Fehlauer, Geschäftsführer der DEKRA Automobil GmbH, bei der Vorstellung des DEKRA Verkehrssicherheitsreports 2026 „Arbeitsplatz Straßenverkehr“ in Berlin. Der mittlerweile 19. DEKRA Verkehrssicherheitsreport beleuchtet die verschiedenen Problemfelder rund um dieses Thema aus Sicht der Unfallanalytik, der Verkehrspsychologie, der Fahrzeugtechnik, der Infrastrukturgestaltung sowie der Gesetzgebung und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf. Eigens für diesen Verkehrssicherheitsreport hat DEKRA auch wieder umfangreiche Fahrversuche und Crashtests durchgeführt, um herauszufinden, wie Fahrzeuge, Assistenzsysteme und Sicherungseinrichtungen tatsächlich reagieren, wenn es darauf ankommt.

Schwer kalkulierbare Einflüsse im Straßenverkehr

Ein wesentliches Merkmal des Arbeitsplatzes Straße ist seine „Offenheit“. Während klassische Arbeitsplätze in Fabriken, Büros oder Werkstätten durch feste Strukturen, definierte Zuständigkeiten und zumeist klare Sicherheitsmaßnahmen geprägt sind, zeichnet sich der Straßenverkehr durch eine Vielzahl schwer kalkulierbarer Einflüsse aus. Ungünstige Witterungsbedingungen, hohes Verkehrsaufkommen, technische Störungen oder das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmender können jederzeit unvorhersehbare kritische Situationen zur Folge haben. Dazu kommt, dass Zeitdruck, unregelmäßige Arbeitszeiten, monotone Fahrsituationen, fehlende Erholungsphasen und hohe Leistungsanforderungen zu Stress und Ermüdung führen können.

Wie der diesjährige DEKRA Verkehrssicherheitsreport ebenfalls aufzeigt, ist ein grundlegendes Problem im Umgang mit dem Arbeitsplatz Straße die begrenzte „Sichtbarkeit“ des tatsächlichen Risikos. Denn in vielen statistischen Systemen wird nicht ausreichend unterschieden, ob eine Fahrt aus privaten oder beruflichen Gründen erfolgt. „Dadurch bleibt ein Teil des Unfallgeschehens unzureichend dokumentiert, was die Entwicklung einer gezielten Prävention erheblich erschwert“, gab Jann Fehlauer in Berlin zu bedenken. Denn nur wenn das tatsächliche Ausmaß der Risiken sichtbar werde, könnte man langfristig wirksame Maßnahmen entwickeln.

Der DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2026 „Arbeitsplatz Straßenverkehr“ steht online unter www.dekra-roadsafety.com zum Download zur Verfügung. Dort finden sich auch sämtliche Vorgänger-Reports inklusive weitergehender Inhalte, etwa in Form von Bewegtbildern oder interaktiven Grafiken.