Was chinesische Lkw-Hersteller in Europa angeht, geht es aktuell Schlag auf Schlag: Die Start-ups Windrose und SuperPanther machen sich mit zwei völlig unterschiedlichen Elektro-Sattelzugmaschinen bereit, der Baumaschinen-Riese Sany setzt derweil auf vollelektrische Sattelzugmaschinen und Fahrgestelle. Und jetzt rückt auch der etablierte Lkw-Hersteller Sinotruk nach.
Erst SKD-Bauweise, später CKD-Fertigung
Wie SuperPanther lässt auch Sinotruk seine Fahrzeuge in Auftragsfertigung bei Steyr Automotive montieren. Gestartet wird mit einer Montage in SKD-Bauweise, in Österreich werden also nur noch Baugruppen zusammengefügt. Mit steigenden Stückzahlen ist laut Steyr Automotive später aber eine CKD-Fertigung vorgesehen, womit dann neben der Kabinenfertigung auch die Lackierung vor Ort vorgenommen werden soll. Der nötige Personalaufbau hierfür erfolge schrittweise.
Der erste Steyr-Truck: eine 4x2-Diesel-Zugmaschine
Laut Steyr Automotive werden in Steyr Sinotruk-Lkw für die EMEA-Region montiert, also für Europa, den Nahen Osten und Afrika. Dafür sollen sowohl Diesel-Trucks als auch batterieelektrische Lkw produziert werden. Konkrete technische Daten, Preise und detaillierte Informationen zum Marktstart liegen allerdings noch nicht vor. Nur so viel scheint klar: Nur so viel scheint klar:
Beim ersten in Steyr montierten Sinotruk handelt es sich um eine 4x2‑Diesel‑Sattelzugmaschine, die ein optisch modernisiertes Fahrerhaus nutzt, das äußerlich an den MAN TG2 erinnert (und vermutlich weitgehend auf dessen technischer Basis von 2007 aufbaut). Hintergrund ist, dass Sinotruk von 2009 bis 2016 eine Lizenz von MAN hielt, um MAN‑Technologien – darunter Euro-5-Motoren und Fahrerhäuser – zu nutzen und in den eigenen Fahrzeugbaureihen Howo und Sitrak einzusetzen, die sie seither eigenständig weitergeführt haben dürften. Die MAN‑Mutter Traton ist Minderheitsbeteiligter an dem chinesischen Hersteller.






