Antriebsstrategien für den Straßengüterverkehr
Welches Bild bestimmt künftig den Straßengüterverkehr: E-Lkw und ein paar Dieselfahrzeuge für besondere Aufgaben? Haben Bio-CNG und -LNG aufgrund der gewünschten Unabhängigkeit von fossilen Kraftstoffen aus Nahost einen festen Platz sicher? Und kann Wasserstoff im Güterverkehr eine bezahlbare Alternative zur batterieelektrischen Mobilität sein? Diesen Fragen und mehr widmet sich die Veranstaltung Zero Emission Summit des Verlags EuroTransportMedia, die am 18. November im badischen Bühl in Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Schaeffler stattfindet.
Politik und Industrie ordnen Klimaziele ein
Im Mittelpunkt steht dabei immer die Herausforderung, wie sich die gegenwärtigen Klimaziele erreichen lassen, ohne die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren. Es geht nicht allein darum, welche Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Vielmehr ist für viele Speditions-, Transport- und Logistikunternehmen maßgeblich, welche Antriebsstrategie sich für die eigene Flotte und die Transportaufgaben der Kunden eignet und sich auch rechnet. Das Programm greift also die zentralen Herausforderungen auf, vor denen Transportunternehmen heute stehen. Denn jetzt stellen die Unternehmen die Weichen für die Zusammensetzung ihrer Flotten in den kommenden Jahren.
Klimaneutrale Logistik und Wirtschaftlichkeit
Vertreter aus Politik und Automobilindustrie ordnen daher beim Zero Emission Summit die aktuellen Rahmenbedingungen ein und diskutieren, was es für den weiteren Wandel braucht. Von Gastgeberseite geben Peter Biegert, System Engineering Heavy Duty, und Peter Egner, Vice President SCM & Logistics bei Schaeffler Automotive Bühl die Richtung vor. Ihre Keynote: "Zukunft liefern: Klimaneutrale Logistik und Innovationen für maximale Produktivität".
Was aus Sicht der Politik im Hinblick auf die Klimaziele vom Straßengüterverkehr verlangt wird und wie die Politik die Herausforderung der Flottenwende einschätzt, berichtet anschließend Raimund Haser, Staatssekretär beim Ministerium für Verkehr in Baden-Württemberg. Und Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) wird erklären, was die Nutzfahrzeugindustrie geleistet hat und warum jetzt die Politik in der Bringschuld ist.
Reichen Stromnetze für den E-Lkw-Hochlauf?
Keine Frage – momentan haben die batterieelektrischen Fahrzeuge das größere Momentum, das hat der große Anteil der Exponate bei der Messe IAA Transportation im September gezeigt. Doch steht nach dem Hochlauf der Fahrzeuge die wirkliche Herausforderung noch bevor, reichen die Kapazitäten im Stromnetz überhaupt aus? Von der Deutschen Energie Agentur (dena) berichten Axel Blume, Arbeitsgebietsleiter, und Dr. Jakob Schieder-Hestermann, Senior-Experte Stromnetze, wie diese Herausforderung vor dem Hintergrund der Elektrifizierung des Transports einzuschätzen ist.
Ladeinfrastruktur wird zum Wettbewerbsfaktor
Thomas Schmitt, Teamleitung E-Mobilität bei Mercedes-Benz Trucks, Achim Lotter, Senior Manager Großprojekte eMobility bei Netze BW sowie Spediteur Rainer Schmitt, Geschäftsführer des Logistikdienstleisters Walter Schmitt diskutieren anschließend, welche Anforderungen die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten an Ladeinfrastruktur und Stromnetze stellt und welche Wettbewerbsvorteile Unternehmen trotz der zusätzlichen Aufwendungen bei der Umstellung auf E-Lkw gewinnen.
Wo Diesel und HVO100 gefragt bleiben
"Diesel, aber in grün" – der Verbrenner wird nicht von den Straßen verschwinden, denn er wird noch für viele Anwendungen gebraucht, bei denen die Elektromobilität noch an ihre Grenzen stößt. Joachim Fehrenkötter, Geschäftsführer von Fehrenkötter Transport & Logistik und Manuel Mengelkoch, Director Sales Operations bei Volvo Group Trucks Central Europe, diskutieren – auch mit dem Publikum – wo Diesel Sinn macht, natürlich auch in Form von HVO100.
Bio-CNG und LNG als Dieselalternative
Und auch CNG und LNG werden ein Thema sein - Christian Sulser, Vorsitzender des Vorstands bei Iveco Deutschland sieht in LNG gar die bessere Alternative zum Diesel. Zusammen mit Spediteur Alexander Kay Steinberg von der Edgar Graß Spedition diskutiert er den Einsatz in der Praxis. Wasserstoff – Wunsch oder Wirklichkeit für den Güterverkehr?
Wasserstoff-Lkw: Wunsch oder Wirklichkeit?
Daimler ist einer der Hersteller, die weiterhin auf Wasserstoff als Alternative setzen – nicht alle sind davon überzeugt, dass für einen flächendeckenden Einsatz genügend grüner Wasserstoff zu einem wirtschaftlichen Preis zur Verfügung stehen wird. Die Technologie kann aber da Sinn machen, wo etwa nicht genügend Strom zur Verfügung steht.
Pascal Louvet, Sales Director Germany vom Anbieter Lhyfe Germany und Markus Schewitza, Verantwortlicher World Business Line Hydrogen Energy bei Air Liquide Deutschland, diskutieren diese Frage und berichten von den Einsatzmöglichkeiten im Straßengüterverkehr.
Klimafreundliche Antriebe müssen sich rechnen
Und letztlich bleibt noch eines – die Bewertung: Was brauchen die Spediteure und Logistikdienstleister, um gute Investitionsentscheidungen zu treffen? Was verlangen auch die Transportkunden? Und welche Rahmenbedingungen müssen die Hersteller, aber vor allem die Politik schaffen, damit auch in der Zukunft ein auskömmliches Wirtschaften möglich ist? Referenten, Spediteure und das Publikum sind hier zum regen Austausch eingeladen.
Eco Performance Award zeichnet Vorreiter aus
Ein besonderes Highlight zum Abschluss: Im Anschluss an den Summit wird der Eco Performance Award verliehen. Die renommierte Auszeichnung würdigt Unternehmen, die ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung im gewerblichen Straßengüterverkehr erfolgreich verbinden. Die Sieger zeigen, dass nachhaltiger Transport kein Widerspruch zur Wirtschaftlichkeit sein muss.
Mehr Informationen und Anmeldung: www.eurotransport.de/ZES26






