Alles über LNG/CNG

Foto: Mario P. Rodrigues

Lkw, die mit komprimiertem oder verflüssigtem Erdgas (CNG und LNG) betrieben werden, gelten als echte Alternative zu konventionellen Diesel-Trucks. Zum einen sind sie bis Ende 2021 deutschlandweit von der Maut befreit, zum anderen verursacht Erdgas laut verschiedenster Quellen aus der Industrie bis zu 25 Prozent weniger CO2 und bis zu 90 Prozent weniger Stickoxide im Vergleich zum Diesel.

Ganz unumstritten ist diese Sicht aber nicht: So behauptet der europäische Dachverband der Umwelt-Lobbyisten, Transport & Environment (T&E), dass Erdgas-Lkw die Luft bis zu fünfmal stärker mit Stickoxiden belasten als Diesel-Trucks. Auch in Sachen CO2-Reduktion gibt sich T&E skeptisch. Die Lkw, die das Methan nach dem Otto-Prinzip verbrennen, würden nur 3 bis 5 Prozent weniger CO2 ausstoßen als vergleichbare Diesel-Fahrzeuge. Mit einer Piloteinspritzung Diesel käme man auf einen CO2-Vorteil von 14 Prozent. In der Well-to-Wheel-Bilanz würden dann die CO2-intensive Förderung und der Methanschlupf den CO2-Fußabdruck vergrößern. Wie groß auch die Effekte wirklich ausfallen: Allein mit Erdgas-Lkw werden sich die politisch definierten CO2-Ziele für den Schwerverkehr nicht erfüllen lassen. Als praxistaugliche Brückentechnologie ist CNG und LNG aktuell aber unverzichtbar. Wir stellen Erkenntnisse zur CO2-Bilanz, News zur stetig wachsenden Tankstellen-Infrastruktur und entsprechende Fahrzeuge vor.

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