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Foto: Pressebüro TWAmobility

Barbi Galileo

Fünf fein differenzierte Reisebusse

Der Karossier Barbi baut mit seinem Galileo fünf fein differenzierte Reisebusse auf modernem MAN-Chassis, darunter auch zwei Clubbusse. Seit Kurzem kann man die Raumwunder hierzulande kaufen.

Die feinsten Namen der italienischen Automobilindustrie kommen aus der Gegend um Modena, im Norden des Landes. Kleine Sportwagenschmieden wie Ferrari oder Maserati haben hier eine lange Tradition. Unweit dieses Zentrums der Sportwagenfaszination werden vom Familienunternehmen Barbi seit 1905 Kutschen und Pkw, seit 1931 dann Nutzfahrzeuge und Busse karossiert. Dabei legten schon die Firmengründer viel Wert auf exklusives Design. Auch das aktuelle Reisebus-Modell Galileo besticht durch Eleganz und Eigenständigkeit. Seit 2014 bauen die Carossieri nach über 30 Jahren Kooperation mit Volvo nun auf das neue MAN Chassis RR2/4, das bis Ende 2018 in Salzgitter und danach in Polen produziert wird, auf – und füllen so einige schmerzliche Lücken im MAN- und Neoplan-Portfolio.

Design besticht durch grafische Klarheit

In bayerischen Händen bleibt auch der deutsche Vertrieb durch Fibe-Bus in Ganacker bei Pilsting. Geschäftsführer Georg Bergmann will vor allem die beiden Clubbusse vertreiben, mit dem Galileo HD 10,35 MT gibt es ein konkurrenzlos kompaktes Modell, das sogar die Strada Statale 163 Amalfitana an der spektakulären Amalfiküste befahren darf. Als einziger europäischer Hersteller bietet Barbi zudem auch noch einen zweiten, 10,80 Meter kurzen Wagen an. Rund 30 Prozent der Busse gehen aktuell nach Italien, 60 Prozent nach England, nochmal zehn Prozent nach Österreich. Mit 40 Mitarbeitern werden in Mirandola jährlich rund 40 Busse als Links- und Rechtslenker gebaut. Das Design des Galileo besticht vor allem durch seine Schnörkellosigkeit und grafische Klarheit. Die Scheinwerfer erinnern nicht von ungefähr an den aktuellen MAN TGX, auf Wunsch sind sie in Xenontechnik lieferbar. Charakteristisch ist die stark nach hinten geneigte Frontscheibe, der die vordere Türkante einen deutlichen Knickser entbietet, ohne aber wirklich einzuengen.

Etwas knapp fällt die Höhe der hinteren Tür aus, die sich nicht zuletzt aus optischen Gründen bei beiden Höhen (3,68 bzw. 3,82 Meter) unter die Fensterlinie ducken muss. Fast schon wie ein Relikt aus der Vergangenheit kommt die Fahrertür daher, die alle fünf Modelle aufweisen. Genauso außergewöhnlich ist die Masse an Stauraum, die der Galileo bietet, auch wenn die Gepäckablagen mit eingerechnet sind: Schon beim Winzling mit 10,35 Metern sollen es 9,5 Kubikmeter für bis zu 43 Fahrgäste sein, das Angebot steigert sich bis auf stolze 20 Kubikmeter für bis zu 63 Fahrgäste. Dabei bieten die Dreiachser praktische, durchgehende Staufächer über der Hinterachse, in denen man zum Beispiel Skier unterbringen kann. Der Innenraum des Galileo ist durchaus modern eingerichtet, klassische Podeste sind ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu dem aktuellen MAN-Portfolio, eine behindertengerechte Ausstattung ist dank Lift trotzdem möglich.

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Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 04/2018.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
Thorsten Wagner

Autor

Datum

5. April 2018
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