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Foto: Matthias Heerwagen

MAN Umkirch

Neuer Stützpunkt im Porträt

Für 7,5 Millionen Euro entstand bei Freiburg eine moderne Nutzfahrzeugwerkstatt. Wir haben uns den MAN-Stützpunkt angesehen.

Wenn sich eine Lkw-Werkstatt mitten in der Stadt befindet, in einer Umweltzone und mehrere Kilometer von der Autobahn entfernt, sind das nicht gerade optimale Voraussetzungen. Dennoch ging das 60 Jahre lang gut in der alten MAN-Werkstatt in Freiburg; es wurde viermal angebaut und erweitert, bis die Kapazitäten endgültig erschöpft waren und ein Umzug anstand.

Im vergangenen Jahr wurde in Umkirch, nur wenige Kilometer von Freiburg entfernt, ein moderner Werkstattneubau eingeweiht. Mit 2.500 Quadratmeter Fläche ist er deutlich größer als die alte Werkstatt. "Wir haben energiesparende LED-Lampen in der gesamten Werkstatt, eine Fußbodenheizung und eine Heizungsanlage, bei der die Abwärme noch einmal genutzt wird, das Gebäude ist auf dem neuesten Stand der Technik", berichtet MAN-Betriebsleiter Ralf Frank. Schließlich wurden rund 7,5 Millionen Euro investiert.

Räume für jeden Zweck

Neben den großen und hellen Sozialräumen bietet der Standort einen Unterrichtsraum, in dem Berufskraftfahrer geschult werden. In der oberen Etage befinden sich weitere Büros – der Stützpunkt in Umkirch ist auch MAN Rental- und Verkaufsstandort. Während manche Betriebe Schwierigkeiten haben, qualifiziertes Personal und Azubis zu finden, ist diese Werkstatt gut aufgestellt: "Wir haben mit der Jobstartbörse in Freiburg gute Erfahrungen gemacht und darüber schon mehrere Auszubildende gefunden", sagt Ralf Frank. In voller Besetzung arbeiten in Umkirch 55 Mitarbeiter, darunter zwei Werkstattmeister. Das Team erledigt alle anfallenden Wartungs- und Reparaturarbeiten, zusätzlich Klima- und Hydraulikservice, Achsvermessungen oder auch Richtarbeiten an verunfallten Fahrzeugen.

Die Werkstatt ist auch Stützpunkt für Schmitz Cargobull-Kältemaschinen. Vier Gruben werden ergänzt durch ebenso viele Arbeitsflächen; an die neue Stempelhebebühne mussten sich die Mechaniker erst gewöhnen: "Anfangs waren sie etwas skeptisch, aber mittlerweile finden sie es toll, weil man sich frei unter dem Fahrzeug bewegen kann", berichtet Ralf Frank. In der werkstatteigenen Waschhalle stehen Radgreifer bereit, um Busse vor dem jährlichen Unterbodenschutz-Auftrag zu reinigen. Für die speziellen Service-Anforderungen an Fernlinienbusse ist der MAN-Servicebetrieb in Umkirch einer von 17 strategisch wichtigen Standorten, zusätzlich zum dichten Netz aus MAN-Servicebetrieben und MAN-Servicepartnern: Neben Reinigung und Reparatur der Fernbusse gehört auch die Toilettenentsorgung zum Service. Eine Neuerung betrifft das Ersatzteillager: "Wir haben auf ein sogenanntes chaotisches Lagersystem umgestellt. Jetzt liegen oft benötigte Teile näher an der Ausgabe, zudem lagern nun viele identische Kleinteile ohne Verpackung in Boxen, das spart viel Platz", erklärt der Betriebsleiter.

Anbaumöglichkeiten vorhanden

Hin und wieder kommt es vor, dass Fahrzeuge außerhalb der ohnehin schon langen Öffnungszeiten abgeholt oder gebracht werden müssen. Für solche Fälle bietet die Werkstatt einen Nachttresor, in dem Schlüssel deponiert und mittels Code freigegeben werden. Auch an die Lkw-Fahrer ist gedacht: neben dem obligatorischen Aufenthaltsbereich befindet sich auf der Rückseite des Werkstattgebäudes ein separater Waschraum mit Dusche und Toilette, den sie nutzen können.

Die neue Werkstatt ist gut ausgelastet, jede Grube und fast jede Fläche ist belegt. Falls nötig, lässt sich später auch anbauen: Eine Trennwand ist als Leichtbauwand ausgeführt, sie kann ohne großen Aufwand entfernt werden. Auch das Grundstück ist ausreichend groß – der Stützpunkt ist auf jeden Fall für die Zukunft gerüstet.

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Datum

29. März 2016
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