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Studie zur Lieferkette

Nachholbedarf bei der Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit in der Lieferkette ist laut einer Studie des Unternehmens für Risikomanagement und Qualitätssicherung DNV noch nicht branchenübergreifend umgesetzt: Demnach bezeichnen sich 50 Prozent der Befragten als Anfänger in diesem Thema.

Unternehmen, die Vorreiter auf dem Gebiet sind und sich selbst als Leader sehen, haben laut der Studie nach eigenen Angaben durch mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette ihre Reputation am Markt verbessert (65 Prozent), können Kundenbedürfnisse besser bedienen (58 Prozent) und haben ihre Marktanteile erhöht (32 Prozent).
 
Für die Studie wurden demnach durch das Marktforschungsunternehmen GFK Eurisko und Sedex (Supplier Ethical Data Exchange) rund 1.400 Experten aus Europa, Asien und Amerika befragt. Die Antworten wurden mit den Ergebnissen einer identischen Umfrage von DNV aus dem Jahr 2014 verglichen.
 
Dabei fanden die Befrager heraus, dass beim Management von nachhaltigen Lieferketten eine Kluft zwischen Anfänger und Profis besteht. Als Leader werden Vorreiter bezeichnet, die in dem Thema bereits einen strukturierten Ansatz verfolgen und mit ihren Maßnahmen alle Stufen ihrer Lieferkette durchdringen.
 
Insgesamt fühlen sich demnach die Unternehmen heute stärker unter Druck gesetzt, eine nachhaltige Lieferkette nachzuweisen als 2014 (plus sechs Prozent auf 86 Prozent). 76 Prozent gaben an, dass die Kunden die größten Treiber für nachhaltiges Lieferkettenmanagement seien. Wenn sie selbst Kauhfentscheidungen treffen, berücjsichtigen neun von zehn der Befragten dabei Nachhaltigkeitsaspekte.  81 Prozent haben demnach mindestens eine Maßnahme ergriffen, um ihre Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu verbessern. Eine direkt Auditierung von Liferanten wurde von 39 Prozent durchgeführt, 36 Prozent verlangten von den Lieferanten Informationen und 32 Prozent führten mit ihnen Gespräche.
 

Ilona Jüngst

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Datum

1. März 2018
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