Bode Waschcenter 4 Bilder Zoom
Foto: Nici de Jong

Service- und Waschcenter

Spedition Bode nimmt Waschanlage in Betrieb

Die Spedition Bode hat in Reinfeld an der A 1 eine Lkw-Waschanlage in Betrieb genommen. Diese ist auch für Drittkunden geöffnet.

Die Lage ist gut gewählt: Das neue Lkw-Service- und Waschcenter der Spedition Bode im Gewerbegebiet Reinfeld zwischen Hamburg und Lübeck liegt nur zwei Fahrminuten von der Autobahn A 1 entfernt. An Spitzentagen frequentieren bis zu 100 Lkw die Anlage. Seit der Inbetriebnahme Ende November 2016 beträgt der Anteil an Drittkunden bereits rund ein Drittel. Das sei für den Anfang schon recht gut, sagt Seniorchef Eckhard Bode. Doch das Geschäft mit Dritten war nicht der Hauptgrund, warum Bode sich entschieden hat, ein multifunktionales, 1.800 Quadratmeter großes Service-Center zu eröffnen. "Unsere Fahrzeuge müssen immer sauber und gepflegt sein – vor allem, weil wir auch im Lebensmittelbereich tätig sind", erläutert er.

Am Firmensitz der Spedition ein paar Straßen weiter gab es eine Waschanlage – allerdings nur eine Spur und ohne Halle. Doch bei Außentemperaturen unter null lässt sich mit der freistehenden Anlage nichts anfangen. In vielen Fällen war daher Handarbeit angesagt. Bei einem Fuhrpark von 90 Zugmaschinen und mehr als 500 Aufliegern sei das zu aufwendig geworden. So entschied sich die Inhaberfamilie, rund 3,5 Millionen Euro zu investieren. "Wir haben das Waschcenter bewusst groß konzipiert, damit wir auch Fremdfahrzeuge mit reinnehmen können", erklärt der Seniorchef.

Werkstattbereich mit moderner Bremsen-Prüfanlage

Das Waschcenter enthält vier Spuren mit Steinbrückner-Dreibürstenwaschanlagen, eine Spur dient der Innenreinigung von Planenaufliegern und Kühltrailern. Das Brauchwasser wird aufgefangen und bis zu 90 Prozent wieder dem Waschkreislauf zugeführt. Je nach dem Verschmutzungsgrad dauert ein Waschgang nicht länger als 20 Minuten und kostet rund 60 Euro. Bezahlen können die Kunden in allen Bereichen mit UTA- oder DKV-Karten. Der komplette Gebäudekomplex ist mit energiesparenden LED-Lampen und einer Fußbodenheizung ausgestattet. Ein Blockheizkraftwerk versorgt die Heizung mit Wärme und erzeugt rund 35.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. "Was wir nicht verbrauchen, speisen wir ins öffentliche Netz ein", erläutert Betriebstechniker Michael Barkmann.

Angegliedert ist auch ein Werkstattbereich mit moderner Bremsen-Prüfanlage, wo die Bode-Mechatroniker Kleinreparaturen an speditionseigenen Fahrzeugen erledigen. Die geräumige, helle Halle ist mit vier Fahrspuren, einer Langgrube und Reifenservice ausgestattet. Ganz praktisch: Eine der Fahrspuren hat der Spediteur an den Reinfelder Thermo-King-Kühlmaschinen-Spezialisten Transporttechnik Zier vermietet. Hier können auch Dritte ihre Kühlauflieger warten und reparieren lassen.

Bode sensibilisiert zum Thema Sicherheit

Im Außenbereich stehen den Kunden drei Industriesauger sowie zehn Anschlüsse für Kühlauflieger zur Verfügung. Neben der Halle ist eine Schneebühne aufgebaut, die die Fahrer gratis nutzen können, um die Fahrzeugdächer und Auflieger im Winter eis- und schneefrei zu halten. Auch eine 24-Stunden-Tankstelle für Diesel und Adblue ist vorhanden. Geplant ist, bis zum Ende des Jahres eine Elektrotankstelle einzurichten. "Wir wollen zunächst unsere herkömmlich angetriebenen Firmen-Pkw gegen E-Fahrzeuge austauschen", sagt Bode. Mit der Pneuscan-Anlage von Ventech weist der Standort eine Besonderheit auf. Diese misst vollautomatisch während der Überfahrt über eine im Boden eingebaute Sensorfläche Luftdruck und Profiltiefe. Ist alles in Ordnung, erscheint ein grünes Smiley, falls nicht, ist es rot. "Wir wollen mit diesem Service Fahrer, Disponenten und Spediteure für die Sicherheit sensibilisieren", erläutert der Spediteur.

Das System leitet die Messdaten sofort an die Kundenannahme weiter. Gegebenenfalls wird der Fahrer zum Reifendienst weitergeschickt, wo ein Bode-Mitarbeiter den oder die betreffenden Reifen aufpumpt, wechselt oder das Profil nachschneidet. Sind die Reifen in Ordnung, verbraucht der Lkw weniger Kraftstoff und die Reifen nutzen sich nicht so schnell ab. Zudem können Reifenpannen vermieden werden. Auch an das Wohl der Fahrer hat Bode gedacht. So findet sich im Anmeldebereich für Kunden ein Bistro, WC und eine Dusche. Für die Mitarbeiter stehen ebenfalls Sanitärräume, Büros sowie eine Kantine zur Verfügung – hier können auch die Fahrer eine Kleinigkeit essen und trinken, solange ihr Fahrzeug gewaschen wird.

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6. April 2017
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Koordinator des CompetenceCenters Transport-Logistik und zuständig für die Entwicklung und Pflege… Profil anzeigen Frage stellen
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