Schwerlastkontrolle in der Schweiz Zoom
Foto: Regina Weinrich

Schwerverkehrsabgabe zeigt Wirkung

Weniger Lkw in den Schweizer Alpen

Die Zahl der Lkw-Fahrten durch die Schweizer Alpen ist im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent zurückgegangen, obwohl so viele Güter wie noch nie befördert wurden. Erstmals seit 20 Jahren liege die Zahl der Lastwagenfahrten bei 975.000 und damit unter einer Million, teilte das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) mit.

Parallel dazu sei der Marktanteil der Eisenbahn auf 71 Prozent gestiegen und habe damit den höchsten Wert seit der Einführung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) im Jahr 2001 erreicht.

Insgesamt wurden 40,4 Millionen Tonnen Güter (+3,7 Prozent) über die Alpen geschafft, geht aus dem jetzt vorgelegten Bericht zum alpenquerenden Güterverkehr hervor. Bei einem Minus auf Lastwagen oder Sattelschleppern in Höhe von 2,5 Prozent wuchs die auf der Schiene transportierte Gütermenge auf rund 28,6 Millionen Tonnen (+ 6,4 Prozent). Dabei entfiel das höchste Wachstum wie bereits im Vorjahr auf die Lötschberg-Simplon-Eisenbahnachse. Das liegt auch daran, dass auf der Gotthardstrecke gebaut wurde, um den Vier-Meter-Korridor fertigzustellen, der Gotthard-Basistunnel ist erst seit Dezember 2016 in Betrieb.

Auch wenn zu Jahresbeginn die LSVA angepasst wurde und den Bahnen ein zeitlich befristeter Nachlass beim Trassenpreis für die Transitstrecken gewährt wurde, steht der alpenquerende Schienengüterverkehr 2017 vor großen Herausforderungen. Die Trassenkapazitäten werden beschränkt sein, denn die Luino-Strecke wird für Bauarbeiten sechs Monate lang gesperrt. Damit können einige der bedeutendsten Umschlagsanlagen nur über Umwege erreicht werden.

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Datum

24. März 2017
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