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Foto: Andreas Techel

Bahn holt in der Schweiz wieder auf

Schiene legt zu, Straße nimmt ab

In der Schweiz hat der Schienengüterverkehr 2016 das vierte Jahr in Folge Marktanteile von der Straße zurückgewonnen. Bahntransporte haben gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent zugenommen, während sie im Straßengüterverkehr um 1,5 Prozent zurückgegangen seien, berichtet das Schweizer Bundesamt für Statistik.

Der Anteil der Straße an den gesamten Transportleistungen mit einem Umfang von 27,8 Milliarden Tonnenkilometern lag 2016 bei 61 Prozent, die Schiene hat mit 39 Prozent wieder das Vorkrisenniveau von 2008 erreicht. Deutlich wird, dass sich die beiden Verkehrsträger ergänzen: Während bei der Bahn mit Import, Export und Transit internationale Strecken mit einem Anteil von 67 Prozent dominieren, fahren Lastwagen und schwere Sattelschlepper in der Schweiz zu 63 Prozent im Binnenverkehr und nur 37 Prozent im internationalen Verkehr.

Im Güterverkehr mehr osteuropäische Unternehmen

Der Güterverkehr machte mit 2,2 Milliarden zurückgelegten Kilometern rund zehn Prozent der Fahrleistungen des gesamten Straßenverkehrs in der Schweiz aus. 23 Prozent der Strecken wurden dabei von im Ausland gemeldeten Fahrzeugen gefahren. Dabei zeigte sich in den letzten Jahren eine abnehmende Tendenz von Lkw aus Westeuropa, während osteuropäische Unternehmen zulegten. Seit 2004 erhöhte sich der Anteil der zurückgelegten Kilometer von polnischen Fahrzeugen um den Faktor 7, bei rumänischen Lkw wurde seit 2007 ein Anstieg um den Faktor 29 festgestellt. Insgesamt aber blieben die jährlichen Fahrleistungen ausländischer Güterfahrzeuge gleich.

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21. November 2017
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