Scania Trio-Trans „Power Eagle“ 10 Bilder Zoom
Foto: Otto Miedl

Supertruck

Scania von Trio-Trans als "Power Eagle"

Bei Trio-Trans sitzen nach 20 Jahren im Transportgeschäft jetzt die Söhne am Steuer. Aber keine Sorge: Auch sie mögen Supertrucks.

Martina und Norbert Müller aus Friedberg können stolz auf ihre beiden Söhne Marco und Manuel sein. Die beiden Jungs haben sich längst mit großer Begeisterung in ihr familiengeführtes Transportunternehmen, die Trio-Trans Logistik GmbH aus Friedberg-Derching, integriert. Die smarten Burschen pflegen sogar mit viel Hingabe die Tradition, Fahrzeuge aus dem Fuhrpark aufzumotzen.  Während Manuel allerdings hinter dem Lenkrad seines "Bayern Star III" die Erinnerung an die bekannten "König-Ludwig-Züge" hochhält, hat sein älterer Bruder Marco auf dem Fahrersitz des "Power Eagle" Platz genommen und lebt die amerikanischen Werte.

Bankkaufmann hinterm Steuer

Als 1994 die ersten Trio-Trans-Kühlzüge durch die Lande rollten, war Marco gerade einmal vier Jahre alt. Heute pendelt der 23-Jährige als gelernter Bankkaufmann zwischen seinen Aufgaben im Büro und dem Platz hinter dem Lenkrad seines neuen Scania. Das Arbeitsspektrum könnte nicht umfangreicher sein. Es reicht vom Gehaltswesen und der Disposition bis zum Fahrerjob. Er war kaum 18 Jahre alt, als er den Lkw-Führerschein machte. Mit seiner 620 PS starken Zugmaschine verrichtet er jetzt ganz unterschiedliche Transportaufgaben. Einen festen Auflieger gibt es (noch) nicht. Marco setzt den Scania hauptsächlich im nationalen und internationalen Kühlerverkehr ein. Aber auch Kippauflieger können auf der Sattelplatte landen und dann geht’s in den Dreck und Matsch der Baustellen – schöner Schwede hin oder her.

Im Januar und Februar 2013 legte der Airbrushkünstler Gerd Suchalla Hand an den R620. Die Zusammenarbeit mit Trio-Trans besteht schon länger. Diesmal schwang Gerd seine Lackierpistolen sogar im Innenraum. Der Künstler veredelte dort alle Oberflächen, die später nicht mit Leder, Alcantara oder einem roten Schlangenhaut-Imitat überzogen wurden. Er wählte ein rotes Marmordesign.  Ein weiteres Highlight des "Adlerhorstes" von Marco ist ein vergrößertes Bett. Auch die Schränke des Scania haben mehr Volumen als sonst üblich.

Lkw-Zubehör GmbH baute Fahrerhaus um

Bewerkstelligt wurde der Fahrerhaus-Umbau übrigens von der Lkw-Zubehör GmbH aus Berg. Verantwortlich dort sind die Autohof-Betreiberin Sabine Kniebaum und Kult-Fernfahrer Ernst Auhuber. Und hier schließt sich ein Kreis, gehörte doch Ernst Auhuber mit seinen "Warrior"-Sattelzügen früher einmal zur Trio-Trans-Truppe. Bis heute bestehen enge und freundschaftliche Beziehungen unter allen Beteiligten.

So nach und nach mauserte sich der Scania zu einem echten Schmuckstück. Diverse Anbauteile aus Edelstahl wie Lampenbügel, Rammschutz, Heckstoßstange und die funkelnden Trittstufen von HS-Schoch geben Marcos Sattelzugmaschine schließlich den letzten Schliff.

Trio-Trans hat 60 Beschäftigte

Zurzeit rollen bei Trio-Trans rund 30 Kühlzüge und zehn Kipperfahrzeuge. Inklusive Büro und der neu eröffneten öffentlichen Waschanlage sind mehr als 60 Beschäftigte in Lohn und Brot.

Auch Herpa ist aufmerksam geworden. Die Modellbauer fanden Gefallen an dem schönen Gefährt von Marco. Im Februar 2014 wird der Scania dann in verkleinerter Form über den Ladentisch rollen. Wie immer sind die Miniaturen perfekt im Detail. Nur in einem Punkt müssen sie passen. Der V8-Sound bleibt dem Original vorbehalten.

Kurzporträt vom Trio-Trans-Supertruck

Truck: Scania R 620 V8
Erstzulassung: Januar 2013
Leistung: 620 PS/456 kW
Laufleistung: 70.000 km
Eigentümer: Trio-Trans Logistik GmbH, Friedberg, Deutschland
Fahrer: Marco Müller, Friedberg, Deutschland
Artwork: Gerd Suchalla, Penzberg, Deutschland
Edelstahl-Zubehör: HS-Schoch GmbH, Lauchheim, Deutschland
Innenausstattung: Lkw-Zubehör GmbH, Berg, Deutschland
Aufgabengebiet: Kühler-, Kipper- und Containerverkehr in ganz Deutschland und den Nachbarländern

Autor

Datum

13. Februar 2014
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