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Foto: Schober Spedition

Markt für Logistikimmobilien im Jahr 2017

Boom im Online-Handel sorgt für hohe Nachfrage

Ein Transaktionsvolumen von 8,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr beschert dem Markt für Industrie- und Logistikimmobilien einen Rekordwert. Vor allem Investoren aus Asien und dem Nahen Osten sorgten für Bewegung.

Wie die Immobilienberater von JLL und Colliers International mitteilen, war das Jahr 2017 überaus erfolgreich. Das liegt laut Colliers auch an der steigenden Anzahl ausländischer Investoren, die im vergangenen Jahr 5,6 Milliarden Euro in deutsche Immobilien steckten. Das entspreche einer Steigerung von 71 Prozent.

Insbesondere asiatische Investoren wie GLP und China Investment Corporation erwarben demnach Marktanteile. Auch die Interessenten aus dem Nahen Osten mehren sich laut Colliers: Kürzlich kaufte der Finanzdienstleister Gulf Islamic Investments (GII) mehrere Neubauten des Enwicklers Garbe Industrial Real Estate im Logistikpark Westfalenhütte in Dortmund.

Größter Deal war Verkauf der europäischen Plattform Logicor

Der größte Deal des Jahres 2017 ist laut Colliers der Verkauf der europäischen Plattform Logicor von Blackstone an die China Investment Corporation. Ein Joint Venture der Unternehmen Blackstone und M7 Real Estate habe das gesamte Hansteen-Portfolio mit mehr als 100 Logistikimmobilien in Deutschland erworben. GLP, der weltweit größte Anbieter für Logistikanlagen aus Singapur, übernahm demnach den Entwickler und Investor Gazeley und tritt damit in den europäischen Markt ein.

Ein weiterer Faktor für das erfolgreiche Geschäftsjahr sei der Boom im Online-Handel, der für eine steigende Nachfrage bei neuen und modernen Logistikflächen in Deutschland sorge und die Mietpreise steigen lasse.

"Für 2018 erwarten wir erneut ein starkes Ergebnis in einer Größenordnung von fünf bis sechs Milliarden Euro", erklärt Willi Weis, Geschäftsführer Industrial Investment bei JLL Deutschland. Eine solche Anzahl lange geplanter Plattformverkäufe wie 2017 werde sich allerdings vermutlich nicht wiederholen.

Franziska Niess

Datum

9. Januar 2018
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