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Liquiditätsengpass

Spedition Wedlich beantragt Sanierung

Die Spedition Alfred Wedlich aus Bayreuth hat die Eröffnung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens beim Amtsgericht Bayreuth beantragt. Das Gericht hat diesen Antrag positiv beschieden und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

Rechtsanwalt Dr. Nils Freudenberg wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Das operative Geschäft der Spedition mit seinen rund 185 Mitarbeitern wird aktuell vollumfänglich fortgeführt. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben operativ einen gesunden Kern.

Vor allem hohe Außenstände bei einem Großkunden führten zu einem Liquiditätsengpass. Die Geschäftsführer Christian und Alfred Wedlich stellte schließlich den Antrag auf Eröffnung eines Verfahrens in Eigenverwaltung. Bei dieser Form erhalten die beiden Geschäftsführer vom Gericht die Befugnis, den Betrieb eigenständig weiterzuführen. Beide Geschäftsführer bleiben Ansprechpartner für Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Geschäftspartner. Zusätzlich unterstützt Klaus-Peter Schulz als Geschäftsführer den Restrukturierungsprozess. Er verfügt den Angaben nach über Erfahrungen im Bereich Sanierung und Restrukturierung und war bereits mehrfach als Geschäftsführer in verschiedenen Unternehmen und Branchen tätig. Dr. Nils Freudenberg hat im Verfahren eine Aufsichtsfunktion und wahrt die Rechte und Interessen der Gläubiger.
 
Gehälter gesichert
„Wir arbeiten bereits an einer Lösung“, betont Simon Leopold, Geschäftsführer im Beratungsverbund ABG. „Ziel ist es, das Unternehmen mit passenden Sanierungsmaßnahmen nachhaltig neu auszurichten und zu erhalten“, so Leopold weiter. Mit einigen Kollegen arbeitet Leopold an der betriebswirtschaftlichen Restrukturierung des Unternehmens und wird dabei von Rechtsanwalt Stefan Ettelt unterstützt.  
 
Die Gehälter der Mitarbeiter sind für die kommenden Monate gesichert. Die übrigen Betriebe der Gruppe sind von dem gerichtlichen Sanierungsverfahren nicht betroffen, teilt die Spedition Wedlich mit.

Ralf Lanzinger

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Datum

14. März 2018
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