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Foto: BPW

Michael Pfeiffer im Gespräch

PE Automotive rückt unter das BPW-Dach

BPW übernimmt die Mehrheit an PE Automotive, einem Anbieter im freien Teilemarkt. Wir haben nach den Gründen gefragt.

Um den Kunden noch mehr Ersatzteile und Know-how bieten zu können, hat BPW den Teilehändler PE Automotive übernommen. Mit dem Zusammenschluss wollen beide Unternehmen ihre Kompetenzen im Nutzfahrzeug-Aftermarket bündeln und so ihre jeweiligen Wachstumsziele schneller realisieren. Die BPW Gruppe vollzieht damit den nächsten Schritt im Rahmen ihrer Strategie der Mobilitätspartnerschaft, um Fahrzeugbetreibern über die gesamte Lebensdauer ihrer Fahrzeuge maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können.

Michael Pfeiffer, geschäftsführender Gesellschafter von BPW, beantwortet Fragen zur Übernahme.

Hat das Kartellamt der Übernahme bereits zugestimmt?

Ja, die finale Übernahme der mehrheitlichen Anteile erfolgte noch im Dezember 2015.

Wie lange hat die Übernahme gedauert – von ersten Gesprächen bis hin zur Freigabe durch das Kartellamt?

Uns war schnell klar, dass beide Unternehmen sowohl in der strategischen Ausrichtung als auch in den Werten und Zielen übereinstimmen und insbesondere die Kunden von einer Zusammenarbeit profitieren würden. Die Abwicklung haben wir daher innerhalb weniger Monate realisiert.

Was genau bietet PE Automotive an Mehrwert?

Als Mobilitätspartner ist es unsere Aufgabe, Fahrzeugbetreiber über die gesamte Nutzungsdauer der Fahrzeuge hinweg zu betreuen – bei den Verlade- und Transportprozessen und gerade auch bei den Wartungs- und Reparaturprozessen. Für Letzteres bieten wir über den Vertriebsbereich Aftermarket von BPW Wiehl Original-Ersatzteile der Marke BPW an, zeitwertgerechte Ersatzteile für ältere Fahrzeuge decken wir mit unserer eigenen Produktlinie Trailerline ab. Durch die Mehrheitsbeteiligung an PE Automotive wird dieses Ersatz- und Verschleißteilsortiment noch erweitert und deckt damit nicht nur den Trailer, sondern auch wesentliche Verschleißbereiche von Zugmaschinen der führenden Hersteller ab. Darüber hinaus verfügt PE über langjährige Kompetenzen in der Marktanalyse.

Welche Ersatzteile bringt PE konkret ein und wie viele Teile hat das Unternehmen im Programm?

PE Automotive hat mehr als 13.000 Ersatzteile im Programm, darunter Bremsscheiben, Trommelbremsen, Lenkungsteile, Druckluftanlagen, Luftfederbälge, Stoßdämpfer und viele weitere Produkte für alle gängigen Nutzfahrzeugmarken. PE ergänzt das BPW Produktportfolio außerdem um Ersatzteile für den Truck.

Warum wird eine zeitwertgerechte Reparatur immer wichtiger? Ist PE in diesem Bereich gut aufgestellt mit preiswerten Ersatzteilen?

Das Durchschnittsalter von Fahrzeugen steigt seit Jahren. Bei älteren Fahrzeugen sind die Besitzer tendenziell preissensibler. Sie entscheiden sich daher eher für die günstigeren Nicht-Original-Ersatzteile, für die BPW mit Trailerline und PE Automotive Lösungen in einer hohen und angemessenen Qualität garantiert.

BPW möchte eine "werkstattoptimierte Produktentwicklung, mit der Betriebskosten weiter gesenkt werden können". Welche Pläne gibt es für bestimmte Produkte und Entwicklungen? Welche Produkte fehlen noch?

Das Ziel ist immer, die Produkte so werkstattorientiert wie möglich zu entwickeln. Für uns heißt das, mit unseren Produkten unter anderem die Lagerkosten und den Lagerraum der Werkstätten zu verringern und vor allem die Einbauzeiten zu reduzieren. Beispiele hierfür sind die Bremsscheibe mit integriertem Polrad, die vormontierte Ausrückgabel oder die vielen Reparatursätze von PE Automotive.

Zur Strategie der Mobilitätspartnerschaft: Könnte es in Zukunft in Deutschland weitere Übernahmen geben?

Wir haben den Anspruch, für unsere Kunden der optimale Mobilitätspartner zu sein. Dafür ist es wichtig, noch mehr über die Bedürfnisse und Anforderungen des Marktes zu erfahren und hier insbesondere für eine hohe Verfügbarkeit von zeitwertgerechten Komponenten zu sorgen. Um von den Kunden zu lernen und sie bestmöglich in ihrem Transportalltag zu unterstützen, werden wir unser Netz künftig weiter ausbauen.

BPW Benelux hat den niederländischen Ersatzteilhändler TPV übernommen. In welchen europäischen Ländern könnte BPW weitere Händler beziehungsweise Anbieter übernehmen?

Der Kunde muss sich auf uns verlassen können, egal wo er ist. Aus diesem Grund stellt sich die BPW Gruppe mit starken Handelspartnern europaweit flächendeckend auf. Derzeit ist der BPW Aftersales-Service in 21 Ländern präsent. Weitere Märkte sollen folgen.

Was wird sich für die Kunden durch die Übernahme ändern?

Der Großhandel und die Transportunternehmen profitieren bedürfnisorientiert insbesondere von einem zeitwertgerechten, breiteren und stark wachsenden Ersatzteilportfolio, das wir ihnen mit PE in der BPW Gruppe anbieten können und das sie unabhängiger von anderen Herstellern macht.

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Datum

21. März 2016
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