Alles über 25 Jahre trans aktuell
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Foto: BORBELY HANSEN ERIKA

Ein legendärer Gang und andere Geheimnisse

15 Anekdoten zum Deutschen Verkehrsforum

Es repräsentiert alle Verkehrsträger. Verkehrspolitiker und Entscheider aus der Branche gehen bei ihm ein und aus. Was Sie schon immer einmal über das Deutsche Verkehrsforum (DVF) wissen wollten. Die Fachzeitschrift trans aktuell hat 15 Fakten und Anekdoten zusammengetragen.

  1. Geburtstagskind I: Seit 25 Jahren gibt es das Deutsche Verkehrsforum (DVF) in heutiger Form. 1992 war es aus dem Verkehrsforum Bahn hervorgegangen, das 1984 gegründet wurde. Konzentrierte sie sich zunächst auf die Schiene, hat die Organisation heute alle Verkehrsträger im Blick.
  2. Geburtstagskind II: Zweimal 25 Jahre alt ist der stellvertretende Geschäftsführer Dr. Florian Eck. Seit 19 Jahren ist er beim DVF in unterschiedlichen Funktionen tätig, seit April 2003 in jetziger Funktion.
  3. Lang und legendär: In einem 25 Meter langen Gang im Büro des DVF in Berlin sind die wichtigsten Akteure der Deutschen Bundespolitik verewigt, die bei unterschiedlichen Veranstaltungen zu Gast beim DVF waren: unter anderem Joschka Fischer (Grüne) als hessischer Umweltminister und Angela Merkel (CDU) noch als Bundesumweltministerin.
  4. Organisationstalente: Im Schnitt 25 Veranstaltungen im Jahr stemmt ein neunköpfiges Team. Es gibt allein acht Lenkungskreise, die im Sinne eines Think Tanks zweimal im Jahr tagen. Hinzu kommen öffentliche Veranstaltungen wie die Mitgliederversammlung und parlamentarische Abende. Zwei Foren hat das DVF auch auf der diesjährigen Messe Transport Logistic organisiert.
  5. Siebenmal 25 Unternehmen: So viele Mitglieder hat das DVF, darunter Konzerne wie die Deutsche Bahn oder die Deutsche Post, aber auch neue Player wie Uber oder Kaspersky. Der speditionelle Mittelstand ist auch dabei, wie die Beispiele Mosolf, ARS Altmann oder Frankenbach zeigen.
  6. Ungewöhnliche Kulisse: Im Journalistentreff Kellerclub diskutierte die Presse jahrelang mit den Spitzen aus Politik und Wirtschaft. Er beherbergte ein Dritte-Klasse-Holzabteil und einen Lokomotivführerstand aus der Jahrhundertwende. Gegründet wurde der Treff im Keller der ehemaligen Bonner Villa des DVF. Mit dem Umzug nach Berlin im Jahr 2000 löste sich der Kellerclub auf.
  7. Weitreichende Entscheidung in einem Hinterzimmer des DVF: Wie der Spiegel schrieb, erklärte der damalige Bahn-Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Dürr dem damaligen Bundesverkehrsminister Franz Müntefering (SPD) dort 1999 seinen Rücktritt – unter einer Karte des Bahnnetzes.
  8. Ein Besuch reicht: Einer der ersten Verbändebesuche führte den früheren Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) zur Mitgliederversammlung des DVF. Dort erklärte er scherzhaft, dass er sich weitere Besuche bei Verbänden ja sparen könne. Da das DVF alle Verkehrsträger repräsentiert, habe er nun die gesamte Verkehrswirtschaft kennengelernt.
  9. Große Projekte: Das DVF beziehungsweise der DVF-Vorgänger Verkehrsforum Bahn ist an der Bahn-Reform nicht ganz unschuldig. Aus seinen Reihen heraus wurde das Vorhaben entwickelt. Spitzen von Verkehrspolitik, Beratung, Treuhand-Gesellschaft und Bundesbahn erarbeiten gemeinsam entsprechende Konzepte. Daraus folgte ein Gutachten, das die Basis für die Bahn-Reform 1994 war.
  10. Verkehrsträgerübergreifend auch im persönlichen Reiseverhalten: Das DVF-Team ist multimodal unterwegs und schätzt bundesweit die Vorzüge eines intelligenten Verkehrssystems – zu Fuß, mit dem Rad, dem Wohnmobil, Öffis, Flugzeug oder dem Paddelboot.
  11. Sport verbindet: Das DVF ist eine sportliche Truppe. Belegt werden unter anderem die Disziplinen Laufen, Radfahren Skifahren, Nordic Walking und Rudern- Der Betriebsausflug findet auch mal auf der Draisine oder im Kanu statt.
  12. Kommen und Gehen: Das DVF und sein Vorgänger Verkehrsforum Bahn haben seit 1984 eine Vielzahl an Bundesverkehrsministern erlebt – genau zwölf an der Zahl. Anspruch eines jeden Verkehrsministers ist es, innerhalb der ersten 100 Tage einen Erstaufschlag beim DVF zu machen – um die ganzheitliche Branchenmeinung kennenzulernen.
  13. Wasser marsch: Verkehrsminister reden viel, ihr Hals darf nicht trocken werden. So wollen die Politiker bei ihren Ansprachen mit einem Glas Wasser versorgt werden. Doch dazu muss die entsprechende Flasche erst mal offen sein. Unvergessen ist, wie der damalige DVF-Pressechef Jochen Eichen Verkehrsminister Franz Müntefering mit einem Taschenmesser zur Hilfe eilte – zur Überraschung der Sicherheitskräfte, die nicht wussten, wie ihnen geschah.
  14. Das DVF ist weltoffen: Die Geschäftsstelle in der Klingelhöferstraße 7 ist umgeben von Malaysia, Malta, Mexiko, Monaco, den skandinavischen Staaten, Luxemburg und Bahrain. Da reiht sich das DVF als Botschafter für Mobilität gut ein.
  15. Zurück zur Zahl 25: Auch um 25-Meter-Lkw beziehungsweise ihre Potenziale hat sich das DVF schon verdient gemacht. Zu den Chancen und Einsatzmöglichkeiten des Lang-Lkw hat die Organisation im Jahr 2011 ein Positionspapier veröffentlicht. Formulierungen daraus wurden als ausverhandelter Kompromiss in den Rahmenbedingungen für den Pilotversuch übernommen – wie im Übrigen zu vielen anderen Themen wie alternative Kraftstoffe, Sicherheit in der Lieferkette oder die Bundesfernstraßengesellschaft.
Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Datum

16. Juni 2017
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