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Foto: Jan Bergrath

Dumpingpreise der Großen setzen Massong zu

Spedition Massong ist pleite

Erneut ist ein renommiertes Branchenunternehmen in Schieflage geraten. Am Montag hat die Spedition Walter Massong aus Paderborn Insolvenz angemeldet. "Die Gründe für diesen Schritt sind vielfältig", teilt das Unternehmen gegenüber der Fachzeitschrift trans aktuell mit.

Der laufende Betrieb des Unternehmens werde aufrechterhalten und durch den Insolvenzverwalter in Abstimmung mit der Geschäftsleitung gesteuert, heißt es. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Michael Bien aus Hamm bestellt. Medienberichten zufolge haben vor allem Dumpingpreise größerer Unternehmen dem Familienunternehmen zugesetzt.

Massong beschäftigt mehr als 500 Mitarbeiter. Das 1940 gegründete Unternehmen ist in der Transport- und Kontraktlogistik tätig und unterhält neben der Zentrale in Paderborn Standorte in Soest und Dinslaken sowie in Budapest und Pilsen.

Massong gilt als gute Adresse für Fahrer

Das Unternehmen mit den blauen Sattelzügen der Marken Mercedes-Benz, MAN und DAF gilt als gute Adresse für Fahrer. Es ist traditionell in der Berufskraftfahrerausbildung tätig, hat langjährige Mitarbeiter und damit nur eine geringe Fluktuation – wie auch die trans aktuell-Schwesterzeitschrift FERFNAHRER vor drei Jahren berichtete.

Das Mitgliedsunternehmen der Ladungskooperation Elvis ist  auch stark im Bereich der Verkehrssicherheit engagiert. Im Jahr 2008 brachten der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), die Versicherung Kravag und die BG Verkehr ein gemeinsames Förderprogramm zur Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen in den gewerblichen Flotten auf den Weg. Massong stellte damals das 1.000e Fahrzeug.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Datum

28. September 2017
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