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Foto: Dometic

Dometic Standklimaanlage

Eine Frage der Ausdauer

In der heißen Jahreszeit sind Standklimaanlagen ein Segen. Der neue Kühler von Dometic bringt zudem mit, was oftmals ein Manko ist – Durchhaltevermögen.

Südfrankreich, letzte Parkmöglichkeit an der A63 vor der spanischen Grenze – der Lkw steht auf einem Parkplatz in der Sonne. Ein Glück hat das Fahrzeug eine Standklimaanlage. Andernfalls würden die Hitze die Hütte schnell in eine Sauna verwandeln. So aber surrt die Klimaanlage leise vor sich hin und verströmt angenehm kühle Luft im Raum. Die Frage ist nur: Wie lange halten die Lkw-Batterien das durch? Meistens endet die kühle Freude vor Ablauf der Ruhezeit. Dann bleiben nur zwei Möglichkeiten: schwitzen oder Motor starten, um die Batterien wieder mit Strom zu versorgen.

Abhilfe seitens der Batteriehersteller für das frühzeitige Aus der Stromversorgung ist kaum in Sicht und der Motorlauf weder für die Umwelt noch die Spritkosten eine echte Alternative. Deshalb hat sich Dometic Waeco drangemacht die Standklimaanlage zu optimieren. Wenn nicht genug Strom zur Verfügung steht, müssen die Verbraucher eben sparsamer werden – und das ist gelungen mit der dritten Generation der Cool-Air-RTX-Serie.

Regelbarer Kompressor

Technische Basis für die Effizienzsteigerung ist die regelbare Drehzahl des Inverter-Kompressors, die sich Dometic in Kombination mit einer produktspezifischen Komponentenintegration hat patentieren lassen. Laut Hersteller resultiert daraus die doppelte Kälteleistung bei gleichbleibender Energieaufnahme. "Die Kunst ist es, eine hohe Kälteleistung bei möglichst niedriger Energieaufnahme zu erzeugen", erklärt Thorsten Wichert, Projektmanager und technischer Vater der RTX-Anlagen. Das bedeutet für die beiden Modelle der RTX-Serie Laufzeiten von bis zu sechs Stunden bei 2.000 Watt und bis zu 12 Stunden bei 1.200 Watt Kälteleistung.

Die 1.200 Watt-starke Klimaanlage firmiert unter der Bezeichnung RTX 1.000. Genau wie ihre große Schwester, die RTX 2.000, ist sie als Kompaktgerät für den Einbau in der Dachluke vorgesehen. Dometic bietet hierzu Montage-Kits für alle gängigen Marken – abgesehen von Volvo Trucks, die die Dachluke zum Notausstieg erklärt haben – sowie zwei Universal-Montagerahmen an. "Der Einbau ist einfach und problemlos gestaltet", betont der Produktmanager für Standklimaanlagen weltweit, Daniel Westendarp. Dasselbe gelte für den Rückbau, der zudem rückstandsfrei von statten gehe.

Standklima erhöht Komfort des Fahrers

Welche Vorteile bringt der Einbau einer RTX-Anlage? In jedem Fall erhöhen Standklimaanlagen allgemein den Komfort für den Fahrer und tragen zur Verkehrssicherheit bei. Schließlich ist eine Nacht bei laufendem Motor oder gar in der aufgeheizten Kabine wesentlich weniger erholsam für den Fahrer und schränkt damit die Fitness während der Fahrt nach solch einer Pause ein.

Die Entwickler von Dometic haben sich deswegen genau angeschaut, wie die Anlage im realen Einsatz arbeitet. Dazu waren fünf Lkw wochenlang in Australien unterwegs und haben Daten gesammelt, die ein Steuergerät per Handynetz direkt ins deutsche Entwicklungszentrum von Dometic in Emsdetten übertragen hat.
Grund für die Direktverbindung: Projekt-Manager Wichert und sein Team haben die Klimageräte nicht nur in Echtzeit ausgelesen, sondern auch direkt neu programmiert, wenn nötig. So fanden die Entwickler die effizienteste Funktionsweise für verschiedene Einsatzmomente heraus. In Summe bringen es die Techniker so auf eine reale Betriebszeit der RTX 1.000 von neun bis zehn Stunden, zumindest wenn der Fahrer neben der Klimaanlage keine anderen Geräte in Betrieb hat, die reichlich Strom verbrauchen. Dann reicht die Laufzeit auch für die tägliche Ruhezeit aus. 

Schwere 2000er für Intensivkühlung

Als Alternative zur ausdauernden RTX 1.000 bietet Dometic mit der 2.000er eine Anlage, die sowohl Langzeitkühlung als auch Intensivkühlung unter heißesten Bedingungen beherrscht. Vor Erwerb der "großen" RTX gilt es allerdings zu überprüfen, ob das 31,5 kg schwere Gerät mit den zulässigen Dachlasten harmoniert. Andernfalls empfiehlt sich die rund neun Kilogramm leichtere RTX 1.000.

Wäre nicht das Gewicht, würde sich wohl für alle Fahrzeuge die RTX 2.000 empfehlen, die dem Fahrer die Wahl lässt, ob es schnell kalt werden muss oder eher mit der Kapazität der Batterien schonend umgegangen werden soll. Preislich liegen die beiden Anlagen gerade einmal 250 Euro netto auseinander. Wobei selbst die teurere RTX 2.000 mit rund 1.930 Euro sicher günstiger zu haben ist, als die integrierten Werkslösungen der Lkw-Hersteller. Zum Wohl der Fahrer lohnt sich die Investition sowieso, egal ob für Australien oder die letzte Parkmöglichkeit vor der spanisch-französischen Grenze.

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9. August 2016
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