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Foto: Omega Architects

Containerschiff fährt elektrisch

Saubere Binnenschiffe in den Niederlanden

Die niederländische GVT Group will ab August elektrisch angetriebene Binnenschiffe einsetzen. Damit will die Reederei unter anderem den Hafen Rotterdam mit dem Inland verbinden.

Laut der niederländischen Zeitung Brabants Dagblad bieten die Schiffe vom Hersteller Port-Liner Platz für 270 Standardcontainer (TEU). Zunächst chartert GVT demnach zwei jeweils 110 Meter lange und 11,4 Meter breite Schiffe. Der Clou ist die Stromversorgung: Statt fest installierter Akkus, schöpfen die Schiffe ihre Energie aus jeweils vier in Container verpackten Batteriepaketen. Damit kann der Port-Liner laut der Zeitung 34 Stunden lang fahren. Laut Angaben des Technologie-Portals Golem speichern die Batterien jedes der beiden Schiffe 72 MWh. "Die Akkus können an der Wand in vier Stunden aufgeladen werden", sagt Ton van Meegen, Direktor von Port-Liner. "Es ist aber auch möglich, die Container im Ganzen zu tauschen." Damit bleiben lange Ladezeiten aus und die Schiffe sind sofort wieder abfahrbereit. Die EU fördert den Bau der großen Schiffe laut Angaben des Brabants Dagblad mit sieben Millionen Euro. 

Kleinere E-Schiffe geplant

Künftig plane man auch, kleinere Varianten einzusetzen, um engere Kanäle zu befahren. Laut Golem fasse diese mit einer Länge von 52 Metern und einer Breite von 6,7 Metern 24 Container. Statt vier ist dann nur noch ein Akku-Container an Bord, der 15 Stunden lang Energie für den Kahn liefere. Grundsätzlich, so Golem, müsse in den Containern aber kein Akkupack stecken. Auch der Betrieb mit Brennstoffzellen sei denkbar. Im ersten Schritt werden die E-Schiffe demnach mit einer Mannschaft unterwegs sein. Später, so der Plan, sollen sie aber vollautonom zwischen den Häfen pendeln. Insgesamt rechnet Port-Liner laut Brabants Dagblad mit einem Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro.

Ford Transit Custom

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18. Januar 2018
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