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Foto: Wandt Spedition

Bahntransport von nicht kranbaren Trailern

Wandt Spedition unterstützt Rail Runner

Die Wandt Spedition unterstützt den Kombi-Dienstleister Rail Runner, der mit einer alternativen Umschlagtechnik nicht kranbare Ladeeinheiten auf die Schiene bringt.

Wandt-Geschäftsführer Anthony Wandt bezeichnet das System vom Rail Runner in dem sozialen Netzwerk Linked-In als ein "innovatives KV-Konzept" zur Verzahnung der Verkehrsträger. "Die Wandt Spedition übernimmt dabei Teile der Vor- und Nachläufe am Depot Braunschweig", erläutert er. Auch stehe die Wandt Spedition als Partnerunternehmen für Planung und Durchführung von Transporten zur Verfügung. Die Spedition aus Braunschweig wird von Gerhard und Anthony Wandt geleitet, dem Bruder und Neffen von Adalbert Wandt, dem Präsidenten des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL).

Rail Runner startet mit Verbindung Braunschweig-Bratislava

Rail Runner hatte die Verbindung von Braunschweig nach Bratislava am 31. Juli gestartet. Es handelt sich um die erste KV-Strecke des Unternehmens in Europa. Ziel des Dienstleisters ist es, mit einer alternativen Umschlag- und Transporttechnik vor allem das Segment der nicht krankbaren Trailer auf die Schiene zu bringen. Dabei setzt Rail Runner statt auf Waggons auf Drehgestelle beziehungsweise Bogie-Achsen, auf die der Trailer rückwärts gefahren wird.

Rail Runner rechnet nach eigenen Angaben damit, dass diese Technologie 2019 in Deutschland zugelassen wird und zur Verfügung steht. "Der gewichtsintensive Einsatz von Taschenwagen und der Bedarf für schweres Umschlaggerät wie Reach-Stacker oder Portalkräne werden dadurch wegfallen", teilt das Unternehmen mit. Statt 36 könnten dann voraussichtlich 42 Auflieger befördert werden.

Rail Runner-Chef Gerhard Oswald spricht von Anlaufphase

Bis das Equipment einsetzbar ist, überbrückt Rail Runner mit konventionellen Ganzzügen – die klassisch aus Loks und Taschenwagen bestehen, auf die kranbare Auflieger, Wechselbehälter und Container geladen werden. Der Geschäftsführer von Rail Runner Europe, Gerhard Oswald, spricht von einer Anlaufphase. Zum einen können Kunden demnach Erfahrungen mit dem Intermodaltransport sammeln. Zum anderen würden in großem Umfang Daten zu Kapazität, Auslastung, Energiebedarf, Umschlagleistung, Transportzeit und anderen Faktoren erfasst und dokumentiert.

Kunden können Megatrailer bei Rail Runner mieten

Kunden, die keine kranbaren Trailer haben, können diese bei Rail Runner mieten. Ursprünglich wollte der Schienen-Dienstleister seine Achse "Connection No. 1" von Braunschweig nach Bratislava schon um 18. April starten, doch hätten zum damaligen Zeitpunkt die Megatrailer nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung gestanden. Die vom tschechischen Eisenbahnunternehmen CD Cargo traktionierten Züge starten Rail Runner zufolge werktags um 19 Uhr und sind gegen Mittag am Zielterminal.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Datum

6. Dezember 2017
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