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Foto: DHL

„Artifical Intelligence in Logistics“

DHL und IBM setzen auf künstliche Intelligenz

DHL und IBM stellen in dem gemeinsamen Bericht „Artifical Intelligence in Logistics“ vor, welches Potenzial künstliche Intelligenz (KI) für die Logistik bietet. Die Unternehmen erläutern, wie künstliche Intelligenz die Branche verwandeln und eine neue Generation von intelligenten Logistikanlagen sowie operative Paradigmen hervorbringen kann. KI-Systeme sind heute leistungsfähiger, zugänglicher und kostengünstiger denn je. DHL und IBM zeigen, wie Supply-Chain-Experten die Vorteile und Chancen der künstlichen Intelligenz nutzen können.

Der gemeinsame Bericht legt dar, wie künstliche Intelligenz in der Logistik eingesetzt werden kann und kommt zu dem Ergebnis, dass KI-Technologie menschliche Fähigkeiten deutlich erweitern kann. Künstliche Intelligenz kommt Verbrauchern bereits in vielen Bereichen zugute – wie beispielsweise in KI-gestützten Sprachsteuerungssystemen. Die Technologie wird allerdings immer ausgereifter und kann laut DHL und IBM auch in der Logistik eingesetzt werden. So können Logistikanbieter zum Beispiel die Kundenerfahrung durch KI-Anwendungen mit Dialogführung bereichern oder sogar Waren ausliefern, bevor der Kunde sie bestellt hat.

„Die heutigen Rahmenbedingungen begünstigen einen Paradigmenwechsel hin zu vorausschauenden Logistikoperationen mehr als je zuvor“, erläutert Matthias Heutger, Senior Vice President bei DHL. Und weiter: „Da der technologische Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz schnell voranschreitet, betrachten wir es als unsere Aufgabe, zu erforschen, wie KI-Systeme die Zukunft der Logistikbranche gestalten können.“

Proaktiv und prädiktiv

Mithilfe der künstlichen Intelligenz wird die Logistikbranche den Autoren des Berichts zufolge ihr Betriebsmodell erneuern: weg von reaktivem Handeln hin zu einer proaktiven und prädiktiven Vorgehensweise. Dies soll sich positiv auf verschiedene Tätigkeiten und Sektoren auswirken, wie beispielsweise auf das Back Office sowie Aktivitäten mit Kundenkontakt. So nutzen KI-Technologien moderne Bilderkennung, um den Zustand von Sendungen und Anlagen zu verfolgen, einen vollständig autonomen Transport zu ermöglichen oder Schwankungen der globalen Sendungsmengen im Voraus zu prognostizieren. Künstliche Intelligenz erweitert die menschlichen Fähigkeiten und reduziert repetitive Aufgaben. Damit verlagert sich der Fokus der Logistikmitarbeiter auf anspruchsvollere Aufgaben.

„Technologien verändern die traditionellen Wertschöpfungsketten der Logistikbranche und damit auch Unternehmen, Industrien und Volkswirtschaften“, betont Keith Dierkx von IBM. „Durch die Nutzung von KI in Kernprozessen können Unternehmen mehr in strategische Wachstumsfelder investieren und gleichzeitig eventuell veraltete Anwendungen modernisieren. Dies macht bestehende Anlagen und Infrastrukturen effizienter und gibt Mitarbeitern zum Beispiel Zeit, ihre Fertigkeiten zu erweitern oder zu verbessern.“

Perspektiven und Anwendungsbeispiele

DHL und IBM legen dar, dass künstliche Intelligenz die Logistikindustrie in eine proaktive, vorausschauende, automatisierte und personalisierte Branche verwandeln wird. Der Bericht bietet  Logistikanbietern Perspektiven und Anwendungsbeispiele für die Integration von KI-Systemen in ihren globalen Lieferketten.

Ralf Lanzinger

Autor

Datum

17. April 2018
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