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Zustimmung zum Lang-Lkw wächst

Allianz pro Schiene zieht vor Gericht

Duss Terminal Foto: Jacek Bilski

Das Verwaltungsgericht Berlin verhandelt am Mittwoch, 18. April 2018, die Klage der Allianz pro Schiene gegen die Zulassung von Lang-Lkw.

Hintergrund ist, dass die Verordnung nunmehr einen Regelbetrieb für bestimmte Arten von Lang-Lkw (Typ 2: Sattelkraftfahrzeuge mit Zentralachsanhänger bis zu einer Gesamtlänge von 25,25 Metern) zulässt.

Für die anderen Kombinationen wird der Feldversuch bis Ende 2023 verlängert. Dagegen wendet sich die Allianz pro Schiene. „Die maßgebliche EU-Richtlinie erlaube die Überschreitung der Höchstabmessungen nur für bestimmte Tätigkeiten oder im Rahmen einer Testphase, den uneingeschränkten Regelbetrieb lasse sie aber nicht zu“, argumentiert der Interessenverband in seiner Klage.

Suggestivfragen der Forsa-Studie

Zur Untermauerung des eigenen Standpunkts führt die Allianz pro Schiene einmal mehr eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa an. Laut der aktuellen Studie sind momentan noch rund 63 Prozent der Bundesbürger gegen den Lang-Lkw eingestellt. Wie in den zurückliegenden Umfragen auch, setzt Forsa auch weiterhin auf die Macht der Suggestivfragen. Dabei werden vermeintliche Fakten angeführt, die Befragten können lediglich abstimmen, wie wichtig ihnen jeder einzelne Punkt ist. So heißt es beispielsweise "Gigaliner erhöhen aufgrund ihrer Größe und Schwere das Unfallrisiko für die Verkehrsteilnehmer." Oder auch: "Gigaliner führen dazu, dass Transporte von der Schiene auf die Straße verlagert werden und schaden damit der Umwelt."

Rückhalt für Lang-Lkw in der Bevölkerung nimmt zu

Trotz dieses Vorgehens folgen immer weniger der Befragten den als Fragen verkleideten vermeintlichen Fakten: In der ersten Forsa-Studie waren demnach noch 79 Prozent dagegen, 2017 waren es noch 72 Prozent und aktuell die genannten 63 Prozent. Was auch darauf zurückzuführen sein dürfte, dass immer mehr Bürger über die tatsächlichen Hintergründe informiert sind. Denn die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Feldversuchs durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) spricht eine gänzlich andere Sprache.

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