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Zulagen für Fahrer gekürzt

Girteka will Flotte am Laufen halten

Foto: Thomas Küppers

Der litauische Großflottenbetreiber Girteka will seine Flotte in der Corona-Zeit am Laufen halten. Um die Jobs zu sichern, kürzt er die Zulagen der Fahrer.

Die 7.400 Lkw von Girteka sollen auch in der Corona-Krise durch Europa fahren und nicht auf den Höfen der Logistikzentren stehen. „Wir haben unsere Flotte bisher nicht reduziert und haben auch keine entsprechenden Pläne“, teilt ein Girteka-Sprecher gegenüber eurotransport.de mit. „100 Prozent der Flotte fährt.“ Girteka ergreife alle Maßnahmen, um die Lkw am Laufen zu halten und um die Arbeitsplätze zu sichern.

Girteka dementiert Berichte über Fahrerstreiks

In den vergangenen Tagen war über die Sicherheit der Girteka-Arbeitsplätze spekuliert worden, nachdem – wie Girteka selbst mitteilt – es Berichte über Streiks beziehungsweise angekündigte Streiks unter der Fahrerschaft gegeben hat. Einen Streik habe es bisher aber nicht gegeben. „Girteka hat keine Lkw, die aufgrund von Krisen oder Streiks stehen“, stellt das Unternehmen in einer Mitteilung klar.

Auslöser für Gespräche und Irritationen unter den Fahrern war eine Kürzung von Zulagen durch Girteka. „Wir haben seit einiger Zeit hohe Tageszulagen bezahlt, aufgrund des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds aber eine vorübergehende Korrektur angekündigt“, erklärt das Unternehmen und betont, dass die Grundgehälter der Fahrer davon unangetastet bleiben.

Girteka zeigt Verständnis für den Unmut der Mitarbeiter. „Wir respektieren, dass dies keine positiven Nachrichten für unsere Fahrer sind“, heißt es. Doch damit trage man dazu bei, die Arbeitsplätze zu sichern – während viele andere große Unternehmen Stellen abgebaut hätten. Um die Jobs abzusichern, hat sich Girteka Kostendisziplin verordnet – dazu zählen ein Einstellungsstopp, das Stornieren von Projekten und weitere Maßnahmen zur Kostensenkung wie die Kürzung der Zulagen.

Girteka: Wir werden unsere Erwartungen anpassen

Die Girteka-Verantwortlichen zeigen sich trotz der Corona-Krise zuversichtlich. „Der Straßengüterverkehr gehört in der Regel zu den ersten, die eine Wirtschaftskrise verspüren, und auch zu den ersten, die eine Erholung erleben“, teilen sie mit. Gleichwohl sei eine Prognose unmöglich, bitten sie gegenüber eurotransport.de um Verständnis. „Doch eines ist klar: Wir werden unsere Erwartungen anpassen müssen.“

Insgesamt beschäftigt Girteka nach eigenen Angaben inzwischen 18.000 Mitarbeiter. Die 7.400 Lkw und 7.800 Trailer bewegen jährlich mehr als 730.000 Komplettladungen durch Europa.

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