Zukunftsstudie

ÖPNV zukunftssicher machen

Foto: fotolia/lassedesignen

Bis 2050 soll die Stadtbevölkerung weltweit um 85 Prozent anwachsen. Das bedeutet für die Metropolen ein großes Verkehrsproblem. In einer Studie wurden 15 Städte weltweit dazu untersucht.

Insgesamt 6,3 Milliarden Menschen sollen laut UNO bis 2050 die Metropolen dieser Erde bevölkern. Mehr als zwei Drittel aller Menschen leben dann in Städten. Die technische Universität München hat aus diesem Anlass im Auftrag von MAN unter dem Titel "What Cities Want" 15 internationale Metropolen unter die Lupe genommen. 

Die 15 untersuchten Städte haben bereits heute erste Weichen für die Zukunft gestellt und haben ein funktionierendes Netz im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgebaut. Ein solches Netz sei die Voraussetzung für eine effiziente und ökologische Mobilität. Für die Zukunft legen deshalb auch alle untersuchten Städte ihren Fokus auf ein noch besser ausgebautes ÖPNV-Netz. Mehr Linien, höhere Taktung und zuverlässigerer Service sollen helfen, den Verkehr nach und nach auf den ÖPNV zu verlagern.

Bus-Rapid-Transit

Ein Ansatz ist beispielsweise der sogenannte Bus-Rapid-Transit. Busse erhalten eigene Fahrspuren und damit Vorrang vor dem Individualverkehr. Denn, so die Studie, Busse und Bahnen garantieren schnellen und günstigen Transport für die Massen. Ebenso wollen die Städte Fußgänger und Fahrradverkehr fördern – beide Garanten für emissionsfreie Mobilität.

Service im ÖPNV verbessern

Noch liege die Hürde vor allem im Servicebereich. "Wir möchten, dass die Menschen den ÖPNV nutzen – mit den heutigen Ticket- und Tarifsystemen machen wir es ihnen aber immer noch sehr schwer", sagt Anders Nielsen, Vorstandssprecher bei MAN. Die Städte investierten daher gezielt nicht nur in die ÖPNV-Infrastruktur, sondern auch in nutzerfreundliche Informations- und Kommunikationssysteme.

Neben dem ÖPNV stellt die Studie auch die Wichtigkeit alternativer Antriebe heraus. Auch hier stellt die Studie Ideen vor, diesen grünen Antrieben in den Metropolen Vorrang zu gewähren.

Die Studie untersucht die Städte Ahmedabad, Beirut, Bogota, Istanbul, Johannesburg, Kopenhagen, London, Los Angeles, Lyon, Melbourne, München, Sankt Petersburg, Sao Paulo, Shanghai und Singapur. Die gesamte Studie What Cities Want steht auf deutsch und englisch unter www.man.eu zum Download bereit.

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