VW Truck & Bus wird zur AG

Mehr Geld für globales Wachstum

1000 Punkte Test Foto: Karl-Heinz Augustin

Volkswagen Truck & Bus wechselt Firmierung von GmbH zu AG, um global wachsen zu können. Dazu ist die Kapitalmarktfähigkeit der erste Schritt.

Knapp drei Jahre nach der Gründung von Volkswagen Truck & Bus wechselt die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen ihre Firmierung. Aus der GmbH wird zunächst eine AG. In einem weiteren Schritt soll das Unternehmen dann in eine Societas Europaea (SE) umgewandelt werden. Letzteres bedarf allerdings noch der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Ziel ist es, das Wachstum zu beschleunigen – und das weltweit. „Wir sind jetzt bereit, mit der Herstellung der Kapitalmarktfähigkeit einen Gang hochzuschalte“, erklärt Andreas Renschler, CEO von Volkswagen Truck & Bus. Es gelte nun, die Voraussetzungen zu schaffen, um auf zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kapitalmarktes zurückgreifen zu können. „Damit können wir flexibler wichtige Zukunftsinvestitionen finanzieren und das profitable Wachstum unseres Nutzfahrzeuggeschäftes beschleunigen“, sagt Renschler.

Beifall kommt vom Betriebsrat – Ablehnung vom Land Niedersachsen

Schützenhilfe erhält er von der Arbeitnehmerseite: „Mit der Kapitalmarktfähigkeit schaffen wir die Voraussetzung dafür, Wachstum – wenn nötig – finanziell stemmen zu können und unseren starken Marken MAN und Scania damit neue Perspektiven und eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze zu ermöglichen“, erklärt der VW- Gesamtbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh.

Ganz so einträchtig gehen die Änderungen bei Volkswagen dann allerdings doch nicht über die Bühne: Vertreter der Familien Porsche/Piëch, des Landes Niedersachsen und von Katar sollen danach Konzernkreisen zufolge im Aufsichtsrat der neuen Aktiengesellschaft nicht vertreten sein, meldete das Handelsblatt.

Des Weiteren war zu lesen, dass der VW-Spartenvorstand Andreas Renschler und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) heftig um den Umzug von Braunschweig nach München gerungen hätten. Denn Niedersachsen habe VW Truck & Bus mit einem Jahresumsatz von mehr als 24 Milliarden Euro nicht ziehen lassen wollen.

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