VW Nutzfahrzeuge

In Hannover beginnt die Amarok-Fertigung

Foto: Andreas Wolf 10 Bilder

Der VW Amarok wird europäisch: Die Fertigungslinie im Werk Hannover steht, die Produktion kann in wenigen Wochen beginnen.  Rund 40.000 Fahrzeuge im Jahr sollen dort künftig vom Band rollen.

Noch geht es auf der neuen Amarok-Montagelinie in der Halle 2 des VW-Werks in Hannover verhältnismäßig ruhig zu: Bis Ende April bauten VW-Mitarbeiter dort die Vorserie des Pickup. Sie ist inzwischen von der Nullserie abgelöst, nachdem VW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Martin Winterkorn, der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister, der hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil und Dr. Wolfgang Schreiber, Sprecher des Markenvorstands von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) die neue Fertigungslinie am 3. Mai hochoffiziell eröffnet hatten.

Wöchentlich rollen 185 Amarok vom Band

Wenn Ende Juni dann die Serienproduktion einsetzen wird, rollen dort wöchentlich 185 Amarok vom Band. Geliefert werden sie an Kunden in West- und Osteuropa sowie Afrika, während der Standort im argentinischen Pacheco künftig Latein- und Südamerika versorgt. Von der Produktion am Standort Hannover verspricht sich VW Nutzfahrzeuge, dass sich Verfügbarkeit und Lieferzeiten des Amarok in Europa deutlich verbessern werden. Den Amarok-Absatz werde dies fühlbar beleben, ist sich Markenchef  Dr. Wolfgang Schreiber sicher.

Historischer Moment

Die sanierte Fläche in Halle 2, auf der künftig der Amarok entsteht, ist geschichtsträchtig: Von 1975 bis 2006 baute VWN dort den Transporter  LT. Bereits im vergangenen Jahr wurde damit begonnen, die neue Fahrzeugmontage aufzubauen und den Amarok in den Karosseriebau sowie die Lackiererei zu integrieren. Automobilgeschichte atmet indessen das gesamte Werk Hannover. Fünf  VW-Bus-Generationen, insgesamt fast 8,5 Millionen sind dort seit 1956 produziert worden. Zusätzlich rollten rund eine Million LT, Taro, MAN-G-Lkw und in den siebziger Jahren einige zehntausend Käfer von den
Bändern.

Ein historischer Moment war die Eröffnung der Amarok-Fertigung  denn auch für  Dr. Wolfgang Schreiber: "Bei Volkswagen dürfte es nur wenige Werke und kaum eine andere Mannschaft geben, die Fahrzeuge mit ähnlich hoher Variantenvielfalt bauen können."


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