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Viele Fußgänger unter den Opfern

Kaum weniger Verkehrstote in Europa

Gedenken an Unfallopfer an der Landstraße Foto: Thomas Küppers

Die Zahl der Unfallopfer auf Europas Straßen geht kaum noch zurück und ist in Deutschland 2018 sogar um drei Prozent gestiegen.

Die Zahl der Unfallopfer auf Europas Straßen geht kaum noch zurück und ist in Deutschland im vergangenen Jahr sogar um knapp drei Prozent gestiegen. Das geht aus vorläufigen Daten hervor, die die Europäische Kommission veröffentlicht hat. Insgesamt verringerten sich die Todesfälle 2018 im Vergleich zu 2017 nur um ein Prozent auf rund 25.100 Personen, mehr als ein Fünftel davon waren Fußgänger. Auf längere Sicht sieht die Lage besser aus: Verglichen mit 2010 wurden 21 Prozent weniger tödliche Straßenverkehrsunfälle gezählt. Die Kommission wollte aber bis 2020 eine Halbierung erreichen, was nicht mehr realistisch ist.

Damit die Vision von null Verkehrstoten bis 2050 Wirklichkeit wird, müsse der strategische Aktionsplan der EU unbedingt umgesetzt werden, sagte Verkehrskommissarin Violeta Bulc. Dazu gehört auch das Ziel, die Zahl der rund 135.000 Schwerverletzten zu senken. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, hatte der EU-Gesetzgeber für neue Fahrzeuge kürzlich unter anderem den verpflichtenden Einbau von intelligenten Geschwindigkeitsassistenten oder automatischen Spurhaltesystemen sowie Notbremsassistenten beschlossen.

Europas Straße sind im Vergleich sicher

Insgesamt sind europäische Straßen mit 49 tödlich Verletzten auf eine Millionen Einwohner jedoch weiter mit Abstand die sichersten weltweit. Auf Autobahnen passierten 2018 lediglich acht Prozent der Unfälle mit Todesfolge. Am gefährlichsten ist es auf den Landstraßen, wo es 54 Prozent der tödlichen Unfälle gab, unter den 38 Prozent Verkehrstoten in städtischen Gebieten befand sich eine große Zahl an Fußgängern, Fahrrad- und Motorradfahrern sowie älterer Menschen. Diese Gruppen dürften aufgrund des demographischen Wandels und des anhaltenden Trends zur nachhaltigen Mobilität in Zukunft noch stärker im Straßenverkehr vertreten sein und erforderten besondere Aufmerksamkeit, betonte die Kommission.

Die EU-Länder mit den besten Ergebnissen im Bereich der Straßenverkehrssicherheit waren 2018 Großbritannien mit 28 Toten je eine Million Einwohner, Dänemark (30), Irland (31) und Schweden (32). In Deutschland wurden 39 Verkehrstote auf eine Million Einwohner verzeichnet. Die Staaten, in denen die Zahl von 2017 auf 2018 überdurchschnittlich stark rückläufig war, sind Slowenien mit minus 13 Litauen mit minus elf und Bulgarien mit minus neun Prozent sowie die Slowakei und Zypern mit jeweils minus acht Prozent.

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