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Vernetzung entlang der Supply Chain

Bosch bietet Services rund um Industrie 4.0

Bosch setzt auf die Digitalisierung. Foto: Bosch

Automobilzulieferer Bosch reagiert auf die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung. Produktion und Logistik wachsen zusammen.

16.02.2018 Carsten Nallinger

Die Digitalisierung sowie die damit einhergehende Vernetzung verändert sowohl die Produktion als auch die Logistik. Vernetzte Fertigungsstraßen behalten ihren eigenen Zustand permanent im Auge und warnen Experten vor Ausfällen. Roboter kollaborieren immer enger mit Mitarbeitern in Produktion und Logistik und erhöhen die Produktivität. Allein für die Digitalisierung der Fertigung in Deutschland rechnet McKinsey mit einem Umsatzpotenzial von knapp neun Milliarden Euro bis zum Jahr 2020.

Nach Ansicht von Bosch bietet langfristig aber nicht nur die Vernetzung von Hardware einen Vorteil. Der Zulieferer sieht hier vor allem intelligente Software als wichtigen Baustein, denn erst durch sie würden Anwendungen rund um das Internet der Dinge überhaupt erst möglich. Um auch beim Software-Geschäft weiter zu wachsen, haben die Stuttgarter nun nach eigenen Angaben "strukturelle Weichen gestellt".

Neue Bosch-Geschäftseinheit startet mit 500 Mitarbeitern

Zum Jahresbeginn haben 500 Mitarbeiter der neuen Geschäftseinheit Bosch Connected Industry ihre Arbeit in Deutschland, Ungarn und China aufgenommen. Im neuen Bereich bündelt das Unternehmen Industrie 4.0-Aktivitäten, auch in den Bereichen Software und Services. "Wir wollen das Potenzial der vernetzten Industrie optimal nutzen, dazu brauchen wir die bestmögliche Mannschaftsaufstellung", sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Stefan Hartung, der unter anderem die Fertigungskoordination und damit auch das Thema Industrie 4.0 verantwortet. Bis 2020 will die Bosch-Gruppe mit Industrie 4.0 insgesamt mehr als eine Milliarde Euro Zusatzumsatz erzielen.

Der neue Geschäftsbereich Connected Industry verfolge das Ziel, Kunden bei der Vernetzung des kompletten Wertstroms zu unterstützen. Entsprechend kombiniert lassen sich einzelne Linien, Werke und Werksverbunde sowie deren Intra- und Extralogistik miteinander vernetzen. Auch interne Transportprozesse sowie außerbetriebliche Warenströme lassen sich lückenlos überwachen und rückverfolgen. Mitarbeiter seien damit stets über Standort, Zustand und Liefertermin der Ware informiert. Eine entsprechende App für Mobilgeräte macht’s möglich.  

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