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Verband wdk schlägt Alarm

Lkw-Reifen oft schlechter als ausgewiesen

Foto: Craig Ecleston

Viele Lkw-Reifen sind offenbar schlechter als das EU-Reifenlabel ausweist. Darauf macht der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) aufmerksam, der gemeinsam mit Überwachungsbehörden 31 verschiedene Lkw-Reifentypen unter die Lupe genommen hat.

04.12.2017 Matthias Rathmann

"Die Erstprüfung ergab, dass bei neun Reifen die Messergebnisse zu einer schlechteren Effizienzklasse als vom Hersteller oder Importeur angegeben führten", teile der wdk am Montag in Berlin mit. Gegen die Anbieter seien ordnungsrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden, heißt es. Der wdk hat ihnen demnach die Testergebnisse eines unabhängigen Prüflabors ausgehändigt und aufgefordert, die Werte auf Werbematerialien und im Internet zu ändern. Der wdk hat die Untersuchungen gemeinsam mit dem Landesamt für Mess- und Eichwesen Rheinland-Pfalz und dem Landeseichamt Sachsen-Anhalt durchgeführt.

EU-Reifenlabel seit November 2012 vorgeschrieben

Das im November 2012 in Kraft getretene EU-Reifenlabel weist aus, wie gut ein Reifen auf nasser Straße bremst, wie kraftstoffeffizient er ist und wie laut er abrollt. Diese Informationen sollen Kunden die Kaufentscheidung erleichtern. Für Lkw-Reifen mit den niedrigsten Energie-Effizienz-Klassen (A bis C) und der geringsten Geräuschentwicklung (eine Schallwelle) gibt es laut wdk seit 2016 auch eine Förderung im Rahmen der Maut-Harmonisierung.

Der wdk legt Wert darauf, dass bei seiner Stichprobe an Reifen Produkte aus allen Preisklassen und einer möglichst großen Zahl an Herstellern vertreten waren. 40 Prozent der Reifen stammten demnach von wdk-Mitgliedern. Bei ihren getesteten Produkten wiederum habe es keine Auffälligkeiten gegeben.

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