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VDA Logistik Award 2019

Continental beugt Lieferausfällen vor

Super Clean Electrified Diesel Foto: Continental

Mit einer Cloud-Lösung zur kontinuierlichen Überwachung der Supply Chain gewinnt Continental den VDA Logistik Award 2019.

Der Automobilzulieferer Continental hat im Zuge seiner Digitalisierungsstrategie eine Cloud-Lösung zur permanenten der Lieferketten entwickelt. Ein Risikomanagement 4.0, wie es Petra Becker, Vice President Supply Network and Supply Chain Riskmanagement, bezeichnet. Bei der Lösung geht es darum, das Risiko eines Lieferantenausfalls zu minimieren. „Denn ein Restrisiko bleibt, auch wenn sie jeden Zulieferer auf Herz und Nieren prüfen“, berichtete sie auf dem Forum Automobillogistik. Die Veranstaltung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in der BMW Welt in München stand in diesem Jahr unter dem Motto „Wertschöpfung gestalten – analog – digital – in Echtzeit“.

Für Continental mit seinen rund 7.000 Lieferanten sowie mehreren 100.000 Teilen im Zukauf war das Monitoren der Supply Chain und das Prognostizieren der Auswirkungen eines Ausfalls zunehmend schwierig geworden. „Excel-Listen und E-Mail-Austausch stoßen da an ihre Grenzen“, erklärte Becker. Täglich würden sich etwa 10.000 Teile in der Auslieferung befinden. „Vor diesem Hintergrund wollten wir proaktiv unterwegs sein.“ Ziel sei es gewesen, eine Lösung zu entwickeln, mit der man innerhalb von maximal zwölf Stunden sagen kann, welche Produkte und welche Kunden betroffen sind, wenn ein Teil nichtgeliefert werden kann. Mit Blick auf die Gleichteilestrategie bei Continental kein ganz einfaches Unterfangen, tauchen die Bauteile doch in ganz unterschiedlichen Produkten auf.

Globale Simulationen verkürzen Vorlaufzeit

Individuelle und manuelle Berechnung der Endkunden-Reichweite werden durch automatisierte Abfragen und globale Simulation abgelöst. Dies verkürzt die Vorlaufzeit zur Kundeninformation von 48 auf 12 Stunden. Außerdem kommen Big Data- und Cloud-Technologien zum Einsatz. Im Ergebnis werden in einem neu geschaffenen Supply Chain Monitor Echtzeit-Analysen und eine kontinuierliche Überwachung von Kapazitätsrisiken möglich. Der Roll-Out des neuen Konzepts läuft und soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Unsere Vision der digitalen Lieferkette wird durch das Risikomanagement 4.0 zur Realität. Mit unserer vernetzten Supply Chain erreichen wir mehr Effizienz und Sicherheit und können auf die immer komplexer werdenden Bedingungen agil reagieren“, erklärte Jürgen Braunstetter, Leiter Supply Chain Management Automotive bei Continental, bei der Preisverleihung. Oder wie es seine Kollegin Petra Becker ausgedrückt hatte: Die Mitarbeiter gehen jetzt mit einem guten Gefühl nach Hause. Dementsprechend voll des Lobs war auch VDA-Präsident Bernhard Mattes: „Das Siegerkonzept zeigt eindrucksvoll, was digitales, vernetztes Supply Chain Management 4.0 leisten kann.“

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