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Trusted Carrier ermöglicht digitale Registrierung

Schluss mit Schlange stehen beim Kunden

Foto: Trusted Carrier/Daniel Koke

Henkel in Düsseldorf ermöglicht Fahrern eine digitale Abfertigung. Die IT-Lösung Trusted Carrier bringt allen Seiten Zeitvorteile und reduziert die Komplexität.

Wer ist schneller – der Fahrer mit analoger Technik oder der Kollege mit digitaler Technik? Die einen Fahrer müssen ihren Lkw parken, aussteigen, am Terminal ihre Daten eingeben, den Auftrag ausdrucken und ihn am Schalter vorzeigen. Die anderen können bequem sitzen bleiben, präsentieren am Scanner einen QR-Code auf dem Handy und erhalten freie Fahrt. Im Idealfall können sie gleich eine freie Rampe ansteuern, sofern das Ganze an ein Zeitfenster-Managementsystem gekoppelt ist. So kann der Unterschied von analoger und digitaler Welt eine Zeitersparnis von 30 Minuten und mehr ausmachen.

Andreas Schmidt: Lösung passt in die Zeit

Möglich macht’s der Trusted Carrier. Die IT-Lösung digitalisiert den Registrierungsprozess und führt zu mehr Effizienz, indem sie den Prozess verschlankt und Wartezeiten reduziert. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) hat das ursprünglich für eine erhöhte Lieferkettensicherheit gemeinsam mit Verladern konzipierte Angebot des Trusted Carriers weiterentwickelt und den Schwerpunkt nun auf die Digitalisierung des Datenflusses gelegt. „Das passt in die Zeit und spart Zeit und Kosten auf beiden Seiten – auf Verladerseite, aber auch auf Seite der Transportunternehmer und ihrer Fahrer“, erklärt Andreas Schmidt, zuständig für die Mitgliederbetreuung beim BGL und in Doppelfunktion auch Geschäftsführer der neu gegründeten Gesellschaft Trusted Carrier, im Gespräch mit der Fachzeitschrift trans aktuell. Fahrer müssen nicht mehr Schlange stehen, sondern können dank der IT-Lösung eine Fast Lane nutzen, wo sie nur noch ihr Handy zücken müssen.

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Beim Pilotkunden Henkel in Düsseldorf arbeiten bereits knapp 140 Fahrer verschiedener Transport- und Logistikpartner mit der Trusted-Carrier-Lösung und testen die digitale Zufahrt, mit welcher bereits die Voranmeldeterminals ersetzt werden. Auch an weiteren Chemie-Standorten wird laut Schmidt bereits der Einsatz der Trusted Carrier-Lösung geprüft. Und natürlich kann er sich auch ein Ausrollen auf weitere Branchen wie Stahl, Papier oder Automotive vorstellen, wo Fahrer ebenfalls häufig mit aufwendigen Registrierungen und Wartezeiten konfrontiert sind, die zu Lasten der Produktivität gehen. Dass die Chemieindustrie den Anfang macht, liegt am Kooperationspartner Star/Trac Supply Chain Solutions aus München, dessen Yard Management-Lösung Flow einen starken Fokus auf dieser Branche hat.

Grundgedanke von Trusted Carrier ist eine Vereinfachung der Transportabfertigung. Der Schlüssel dazu sind bereits in der Cloud hinterlegte Stammdaten. Indem Unternehmen und Fahrer die beim Check-In erforderlichen Informationen bereits in das System eingepflegt und die Mitarbeiter von Trusted Carrier die Daten auf Vollständigkeit und Plausibilität gecheckt haben, wird das Erfassen und Prüfen der Daten an der Ladestelle überflüssig. Das spart Zeit und administrativen Aufwand. Wer den Service nutzen will, ist mit einer laut Schmidt überschaubaren Grundgebühr dabei, die Abrechnung erfolgt nach Häufigkeit der Anwendung in einem Pay-per-Use-Modell.

Die drei Module

  • Die Trusted Carrier-Lösung besteht aus einem Dreiklang an Modulen, die laut Andreas Schmidt alle Aspekte zur digitalen Transportabfertigung umfassen.
  • vCard: elektronische Visitenkarte, aus der alle relevanten Informationen des als vertrauenswürdig geprüften Transportunternehmens hervor gehen. Das sind branchenspezifische Zertifizierungen, etwa mit Blick auf Gefahrgut, und Versicherungspolicen.
  • Asset: Stammdaten der eingesetzten Fahrzeugkomponenten (Zugmaschine, Chassis, Auflieger)
  • Wallet: App für die Fahrer, die per biometrischem Fingerabdruck einen QR-Code am Schalter generiert, der Auskunft über alle Daten des Fahrers gibt. Per Scan werden die Daten ins ERP-System des Kunden übertragen. Bisher in sechs Sprachen verfügbar. Funktioniert vor Ort auch ohne vorherige vollständige Registrierung im Gastmodus.
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