April, April!

FIA reicht Protest gegen Vatikan ein

TR Nogaro Foto: Markus Bauer

Aufruhr im Vatikan. Die FIA hat Protest gegen den Zwergstaat eingereicht. Grund sei der vermehrte Schwarzrauch während der vergangenen Papstwahl.

Nachdem Papst Franziskus die ersten Wochen und das erste Osterfest erfolgreich hinter sich gebracht hat, drohen plötzlich Probleme von ganz unerwarteter Seite. Der motorsportliche „Vatikan“ FIA erhebt heftigen Protest gegen den neu gewählten Pontifex und das voran gegangene Konklave. Der Grund ist so profan wie einleuchtend: Im Regelwerk der FIA ist klar geregelt, was mit Race Trucks geschieht, die schwarzen Rauch ausstoßen. Der Fahrer muss sein Fahrzeug in die Box steuern, nachjustieren und darf dann noch einen Versuch unternehmen. Hüllt der Truck die Strecke danach immer noch in schwarzen Qualm, ist für ihn das Rennen gelaufen.

FIA-Konzil hat Beschluss schon 2004 gefasst

Seit dem letzten FIA-Konzil 2004 in Paris, bei dem auch die Umwelt-Experten der Europäischen Union teilgenommen haben, gilt diese Schwarzrauch-Regelung auch für alle Gebäude auf dem Gebiet der EU. Zwar ist der Vatikan selbst kein Mitglied der EU. Der Rauch, der aus der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, zieht jedoch eindeutig über römischen Luftraum, beschmutzt damit also EU-Territorium.

Verstoß gegen Auflagen

Für FIA-Präsident Jean Todt und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission dürfte die Situation daher eindeutig sein: „Schon bei der Wahl von Papst Benedikt XVI im Jahr 2005 hat der Vatikan gegen diese Auflage verstoßen. Seitdem bestand genug Zeit, um nachzubessern. Das hat der Vatikan bis zur Wahl von Papst Franziskus vor wenigen Wochen versäumt.“ Örtlichen Beobachtern zu Folge sind diese Worte in Paris und Brüssel zu hören.

Umwelttechnisch problematisch

Im übrigen sei es ohnehin nicht vertretbar, dass der Vatikan die benutzten Stimmzettel verbrenne, anstatt als Altpapier zu sammeln und wieder zu verwerten. Zudem ist allgemein bekannt, dass speziell für den schwarzen Rauch fragliche beigemischte Chemikalien verantwortlich sind.
Die Entscheidung darüber, mit welchen Sanktionen das neue Staats- und Kirchenoberhaupt Papst Franziskus zu rechnen haben wird, soll in den nächsten Tagen fallen.

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