Truck Grand-Prix 2014

Hahns starker Auftritt an Tag zwei

Foto: Wolfgang Grube

Jochen Hahn dominiert das erste Rennen des Sonntags und fährt souverän 20 Punkte auf seinem Heim-Grand-Prix ein. Den zweiten Sieg am Nürburgring holte sich Adam Lacko.

Auch die Wetterfrösche des Deutschen Wetterdienstes können irren. Das groß angekündigte Donnerwetter verschonte die Eifel weitestgehend. Einzig etwas Regen in der Nacht von Samstag und Sonntag sorgte für eine angenehme Abkühlung. Am Sonntag konnte dann auf inzwischen wieder trockener Strecke das dritte Rennen am Nürburgring beginnen. Und das sollte das Rennen des Jochen Hahn werden.Schon das Qualifiying konnte der amtierende Europameister für sich entscheiden, begünstigt durch die Rückstufung von Norbert Kiss. Der hatte Albacete im vorangegangenen Rennen zur Super Pole wohl so sehr behindert, dass die Beobachter in auf Platz Fünf in der Startaufstellung verbannten.

Hahn gewinnt das Kurvenduell

Von Platz eins ins Rennen startend gewann Hahn das Kurvenduell gegen seinen Dauerkontrahenten Antonio Albacete. Hinter den beiden reihten sich Adam Lacko, sein Buggyra-Flügelmann David Vrsecky und Norbert Kiss vom Team Oxxo ein. Einzig das Duell zwischen Vrsecky und Kiss sorgten für Nervenkitzel bei den Fans – denn das Rennen wurde vom Start weg vom sympathischen Altensteiger dominiert.

Vorsprung von Hahn und Albacete wächst

Durch das Gerangel zwischen Vrsecky und Kiss um Platz vier und fünf – hier wurde geschoben, bedrängt und gefightet was das Material hergab – konnten sich Jochen Hahn, Antonio Albacete und Adam Lacko schon recht früh vom Feld absetzen. Auch Lacko auf Platz drei konnte mit den beiden MAN nicht lange mithalten. Bereits in Runde fünf konnte sich das Spitzenduo mit einem Abstand von 4,2 Sekunden von Lacko absetzen. Danach klaffte beachtliche Zeitlücke: Vrsecky fehlten bereits 9,2 Sekunden, Kiss 9,8 Sekunden Markus Bösiger 10,5 Sekunden und René Reinert 12,1 Sekunden auf Hahn. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zum Ende von Runde 13 auch nichts mehr – ein souveräner Start-Ziel-Sieg für Jochen Hahn. Umso mehr hatte er dafür im zweiten Rennen am Ring zu kämpfen.

Ruppiger Auftakt zum vierten Rennen

So unspektakuär das erste Rennen auch war – desto nervenaufreibender war das zweite Rennen. In umgekehrter Aufstellungen startend erwischte der junge Ungar Benedek Major die Pole – René Reinert auf zwei dicht neben ihm. Doch scheinbar von ein unsichtbarer Pechvogel im Tiefflug verfolgt, ereilte Reinert das gleiche Schicksal, wie im ersten Rennen am Nürburgring. Alle wollen in die erste Kurve – Crash – unverschuldetes Rennende. Irgendwie konnte einem der talentierte Spediteur fast Leid tun – aber das ist eben Truck Race und da wird eben zuweilen auch mit harten Bandagen gekämpft.

Von der frühen Rangelei profitierten Adam Lacko der sich mit Albacete im Schlepptau schnell absetzen konnte. Doch dicht dahinter war schon der junge Benedek Major im Anflug und der wollte sich seine Punkte doch partout nicht nehmen lassen – weder von David Vrsecky noch von Jochen Hahn. Frech und vehement verteidigte er seinen dritten Platz – was dann auch Jochen Hahn zu spüren bekam.

Major und Hahn schenken sich nichts

In Runde acht fand der deutlich schnellere Altensteiger dann endlich eine Lücke um an Major vorbei zu ziehen und eigentlich sah es auch fast so aus, als ob Hahn den dritten Platz sicher hatte – aber irgendwie nur fast. Irgendwie konnte Major noch eine extra Portion Schwung aus seinem MAN generieren und schob Hahn geradewegs über den Kurvenscheitelpunkt.

Doch sieht ein Hahn einfach zu, wie das Feld so kurz vor Schluss an ihm vorbeirauscht? Natürlich nicht. Mit ordentlich Zorn im Bauch fädelte sich der Europameister fünf Runden vor Schluss auf Position elf wieder ein. Eine gewaltige Staubwolke hinter sich her ziehen begann die Aufholjagd. Vorbei an Halm, Janiec, und Vrsecky schaffte es Hahn sich bis auf Platz acht zurück zu kämpfen unter dem Jubel seiner Fans.

Sieg von Adam Lacko

Am Ende holte sich Adam Lacko souverän den Sieg im vierten Rennen, gefolgt von Antonio Albacete und Norbert Kiss auf Platz drei. Damit verteilen sich die Punkte der EM-TOP-Five nach dem Truck Grand-Prix wie folgt: Antonio Albacete führt die Gesamtwertung mit 220 Punkten an, gefolgt von Norbert Kiss mit 217 Punkten und Jochen Hahn mit 209 Punkten. Auf Rang vier mit 163 Punkten liegt der Gewinner des letzten Rennens Adam Lacko und auf Platz fünf Markus Bösiger mit 144. Doch noch ist die EM im vollen Gange. Insgesamt vier Rennen stehen noch aus und wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn es nach der Sommerpause Ende August in Most endlich wieder weiter geht.

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