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Transportverbände fordern

Zusammenbruch der globalen Lieferketten verhindern

Die globale Supply Chain im Blick. Foto: THATREE - fotolia

Weltweit muss dringend ein Zusammenbruch der Lieferketten verhindert und die Lage der Transportarbeiter verbessert werden. Angesichts einer „globalen humanitären Krise und einer Krise der Lieferketten“, appellieren internationale Transportverbände und Gewerkschaften an die Regierungschefs der Welt.

Die Beschäftigten im globalen Verkehrssektor hätten während der Pandemie den Welthandel zu einem sehr hohen Preis am Laufen gehalten. So konnten 400.000 Seeleute ihre Schiffe nicht verlassen, einige arbeiteten bis zu 18 Monate über ihren Vertrag hinaus, betonten die Internationale Straßentransport-Union (IRU), der Internationale Luftverkehrsverband (IATA), die Internationale Schifffahrtskammer (ICS) und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) in einem offenen Brief. Zusätzliche und unvorhersehbare Kontrollen an den Grenzen hätten dazu geführt, dass Lkw-Fahrer gezwungen waren, „manchmal zu Tausenden und wochenlang in unhygienischen Verhältnissen ohne angemessene Einrichtungen zu warten, bevor sie ihre Fahrten beenden und nach Hause zurückkehren konnten“.

Impfungen für Transportarbeiter

Die globalen Versorgungsketten bröckelten, auch weil die seit zwei Jahren andauernde Belastung der Transportarbeiter ihren Tribut fordere, schreiben die Organisationen. Die Staatschefs hätten aber nicht zugehört und keine entschlossenen und koordinierten Maßnahmen ergriffen, hieß es anlässlich der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Die Krise müsse gelöst werden, „bevor die nahende Weihnachtssaison die Frachtnachfrage weiter in die Höhe treibe und die Lieferketten weiter unter Druck setzt“. Gefordert wird eine vorrangige Behandlung von Transportarbeitern mit von der WHO anerkannten Impfstoffen. Außerdem müsse ein standardisiertes Verfahren für den Nachweis von Gesundheitszeugnissen geschaffen werden.

Abwanderung von Arbeitskräften befürchtet

In allen Verkehrssektoren herrsche ein Mangel an Arbeitskräften. Millionen von Menschen in der Branche seien während der Pandemie schlecht behandelt worden, und es werde erwartet, dass sie sich andere Jobs suchen – was die Lieferkette noch stärker gefährde. „Wenn die Regierungschefs keinen Wandel einleiten, wird die humanitäre Krise und die Krise in der Versorgungskette auf unbestimmte Zeit andauern und noch mehr Not verursachen“, heißt es eindringlich weiter. Die Verbände vertreten einen Welthandelswert von mehr als 20 Billionen Dollar pro Jahr und 65 Millionen Beschäftigte im globalen Transportwesen sowie mehr als 3,5 Millionen Straßengüterverkehrs- und Luftfahrtunternehmen und mehr als 80 Prozent der Welthandelsflotte.

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