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TomTom-Studie belegt Kontrollen

Lenk- und Ruhezeiten werden geprüft

Foto: Jan Bergrath

Mehr als die Hälfte der europäischen Transportunternehmen wurde im vergangenen Jahr bezüglich der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten überprüft. Bei den deutschen Transporteuren waren es rund 40 Prozent.

06.09.2018 Franziska Nieß

52 Prozent der Transporteure aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Polen wurden laut TomTom Telematics 2017 auf Einhaltung der Vorschriften bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten kontrolliert oder auditiert. Im selben Zeitraum gerieten demnach 40,5 Prozent der deutschen Unternehmen bis zu fünf Mal in Straßenkontrollen.

Ebenfalls 40,5 Prozent der befragten deutschen Firmen gaben an, bis zu zehn Aufträge in den vergangenen zwölf Monaten gestrichen zu haben, weil die verbleibenden Stunden ihrer Fahrer für den Tag nicht einsehbar waren. „Es ist klar, dass die Einhaltung der Vorschriften in Bezug auf die Fahrerstunden zu erheblichen administrativen Problemen führt und die Produktivität beeinträchtigen kann“, erklärt Wolfgang Schmid, Sales Director D-A-CH bei TomTom Telematics.

Nur wenige laden noch manuell herunter

Die meisten der deutschlandweit Befragten (69,5 Prozent) verwenden laut Schmid nun Remote-Downloads, um ihre Fahrtenschreiberdaten zu verwalten. Eine Minderheit (20 Prozent) verlasse sich immer noch auf das manuelle Herunterladen, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Das bedeute, dass ihre Lkw die Straße verlassen müssen, wenn es an der Zeit ist, die erforderlichen Daten zu erfassen. „Von ihnen verbringen 70 Prozent jeden Monat zwischen 16 Minuten und mehr als einer Stunde mit dem Abrufen von Fahrtenschreiberdaten“, erklärt Schmid.

Neben den Kontrollen befragte TomTom die deutschen Transporteure auch zum Kraftstoffverbrauch, zur Produktivität und zu ihren Sicherheitsbedenken. 60,5 Prozent überwachen demnach die Kilometerleistung, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. 53,5 Prozent investieren in Fahrtrainings. Speziell zum Thema Sicherheit setzen 59,5 Prozent Fahrsicherheitstrainings an. 49 Prozent der Befragten nutzen demnach Informationen zum Fahrverhalten, um auf dieses positiv einzuwirken und 23 Prozent investieren in Eins-zu-eins-Mitarbeitergespräche. Die Studie macht auch Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit deutlich. Mehr als die Hälfte der Befragten äußert Besorgnis darüber, wie sich die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auf den Umgang mit den Fahrtenschreiberdaten auswirken wird.

An der Studie nahmen laut TomTom insgesamt 1.200 Flottenentscheider teil. Aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Polen gaben jeweils 200 Chefs ihre Erfahrungen an.

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Jan Bergrath, Experte für Fahrerthemen Jan Bergrath Journalist
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
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