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Symposium von trans aktuell zum Fahrermangel

Wie Speditionen gute Fahrer finden und binden

Foto: Karl-Heinz Augustin

Gute Fahrer sind Gold wert. Doch woher nehmen? Der Engpass hat sich weiter zugespitzt. Transportdienstleister, Kraftwagenspeditionen und Werkverkehre müssen kreativer denn je sein, um geeignete Talente zu erkennen, zu qualifizieren und an sich zu binden. Wie das gelingt, erläutern Praktiker aus Spedition und Logistik bei einem Symposium der Fachzeitschrift trans aktuell am Mittwoch, 29. März, im Lindner Hotel am Nürburgring.

Die Veranstaltung mit dem Titel "Gute Berufskraftfahrer finden und binden" geht ferner den Fragen nach, welchen Stellenwert der Fahrerberuf angesichts der rasanten technischen Entwicklung noch in Zukunft hat und wie andere Berufs- und Bevölkerungsgruppen, etwa Flüchtlinge, für den Fahrerberuf gewonnen werden können. Unter anderem werden dazu Peter Lüttjohann, Leiter des Referats Güterverkehr und Logistik im Bundesverkehrsministerium, Adalbert Wandt, Präsident des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), sowie Hubertus Goldkuhle, Verbandsbetreuung Mercedes-Benz Lkw Deutschland, Stellung beziehen.

Praktiker von Dachser, Emons und der Schwarz-Gruppe

Als Praktiker kommen Hendrik Jansen, Geschäftsführer der Dachser Service- und Ausbildungsgesellschaft aus Kempten, sowie Richard Küppers, Betriebsleiter von Emons Transporte aus Köln, zu Wort. Sie erläutern, welche Klimmzüge sie unternehmen, um junge Talente zu finden. Dachser hat die Messlatte hochgelegt und sich vorgenommen, jedes Jahr 80 mindestens neue Azubis zum Berufskraftfahrer einzustellen. Sie sollen nach erfolgreicher Lehre im zweiten Schritt bei den Dachser-Transportdienstleistern eine dauerhafte Anstellung und Perspektive bekommen.

Die Sichtweise des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) erläutert Gabriele Schwarz, Vorsitzende der DSLV-Kommission für berufliche Bildung. Auch berichtet Schwarz von umfangreichen eigenen Erfahrungen als Prokuristin der Schwarz Gruppe aus Göppingen, unter deren Dach unter anderem die Spedition Wackler angesiedelt ist.

Um den Fahrerberuf attraktiver zu machen, braucht das Berufsbild auch ein besseres Image. Diesem Ziel hat sich die Initiative Fair Truck verschrieben, die für einen fairen Umgang mit Fahrern entlang der Lieferkette sorgen will. Wie sie dabei vorgeht, erläutern Werner Gliem, Clustermanager der Logistik-Initiative Hamburg, und Andreas Schuchardt, Division Manager Operations bei Hermes Germany in Hamburg. Bleibt die Frage, was Unternehmer mit Blick auf die Vorschriften zu Schulung und Qualifizierung beachten müssen. Antworten darauf gibt Reinhard Buchsdrücker, Projektleiter Fahrsimulation bei der Dekra Akademie aus Reinfeld.

Symposium findet im Rahmen des Young Professionals Truck Awards statt

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Young Professionals Truck Awards statt, bei dem angehende BKF-Azubis aus einer Vielzahl aktueller Fernverkehrs-Lkw den ihrer Ansicht nach besten wählen dürfen. Wie die Azubis haben auch die am Symposium teilnehmenden Spediteure und Fuhrparkverantwortliche die Chance, diese Lkw zu testen. Die Gelegenheit bietet sich am Folgetag, dem 30. März. Die Teilnahmegebühr beträgt 249 Euro (netto) pro Person, 30 Euro Rabatt gibt es für trans aktuell-Abonnenten und Dekra-Mitglieder. Weitere Infos unter events@etm.de und auf www.etmevents.de/tasymposien2017

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