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Studie zur Markenführung

Logistiker setzen mehr auf Bauchgefühl

Logistikstudie Foto: Get the Point

Bei der Markenarbeit setzt knapp die Hälfte der Logistiker in Deutschland auf Bauchgefühl statt auf strategische Planung und messbare Ergebnisse. Das ist Ergebnis einer Umfrage der Kölner Agentur Get the Point unter 400 Logistikunternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro. Ein schlechtes Zeugnis stellt sich die Branche danach vor allem beim Arbeitgebermarketing aus.

28.03.2018 Ralf Lanzinger

Nur knapp die Hälfte (53 Prozent) der befragten Unternehmen, die an der aktuellen Studie „Markenführung in der Logistik“ teilgenommen haben, betrachtet sich selbst als „attraktiven Arbeitgeber“; 47 Prozent verneinen dies oder wissen es nicht. „Obwohl die Mehrheit der Unternehmen in der Logistik die Bedeutung der Arbeitgebermarke erkannt hat, fehlt es vielen Unternehmen an wirkungsvollen und nachhaltigen Konzepten zur Umsetzung von markenbildenden Maßnahmen“, so Clemens Meiß, geschäftsführender Gesellschafter von Get the Point.

Die auf Markenarbeit in der Logistik spezialisierte Agentur hat bereits zum siebten Mal in Folge mit der Studie „Markenführung in der Logistik“ ein aktuelles Stimmungsbild der Branche gezeichnet, das auf Basis von Vorjahreszahlen eine Einschätzung der Entwicklung auf den Gebieten Marketing, Kommunikation und Markenführung zulässt.
Die Überzeugung, dass Marke und Unternehmenserfolg zusammengehören, hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr in der Branche verfestigt: So sind fast drei Viertel (72 Prozent) der teilnehmenden Logistikfirmen davon überzeugt, dass sich ihre Kunden von guter Markenarbeit beeinflussen lassen; 2016 haben das nur 52 Prozent der Unternehmen so gesehen.

Analog statt digital

Keinen Zweifel lässt die große Mehrheit der Befragten (76 Prozent) daran, dass ihnen eine starke Marke dabei helfe, sich vom Wettbewerb zu unterscheiden. Allerdings verlässt sich fast die Hälfte (49 Prozent) der Marketingverantwortlichen dabei auf ihr Bauchgefühl statt auf Kundenbefragungen und messbare Ergebnisse. So glauben lediglich 52 Prozent der Logistiker (2017: 51 Prozent), dass ihre Kunden die Kernbotschaft und den Slogan ihres Unternehmens kennen. Fast ein Drittel (30 Prozent) gibt an, dies gar nicht zu wissen.

Die Zurückhaltung der Branche beim Thema Digitalisierung spiegelt sich bei der Frage nach der Nutzung von Online-Marketing-Maßnahmen wider: Zwar nutzen 77 Prozent der befragten Unternehmen die Möglichkeit, Online-Kanäle in ihre Kommunikation einzubeziehen. Allerdings macht immer noch knapp ein Viertel (23 Prozent) davon keinerlei Gebrauch. Am häufigsten wird in der Logistik immer noch der persönliche Kontakt gepflegt: zum Beispiel auf Fachmessen und Kongressen, an denen 88 Prozent der Befragten regelmäßig teilnehmen.

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