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Streik bei Amazon in Leipzig

Verdi fordert Tarifanpassung

Amazon-Standort Leipzig Foto: Amazon

Bei Amazon in Leipzig haben Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Verdi hat zum Streik für mehr Lohn und Gehalt aufgerufen.

Am Amazon-Standort in Leipzig stehen die Zeichen seit heute Morgen auf Streik. Kurz nach Mitternacht haben laut Verdi rund 60 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Für den weiteren Verlauf erwartet die Gewerkschaft täglich rund 400 Streikende. Der Grund: Im Einzel- und Versandhandel sind dieses Jahr die tariflichen Löhne und Gehälter angehoben worden. Verdi drängt nun drauf, dass der Versandhändler entsprechend nachzieht und hat daher bis zum kommenden Sonntag zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen. Der US-amerikanische Versandhändler und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi liegen bereits seit rund sechs Jahren über Kreuz. Und wie gehabt gibt sich der Konzern gelassen: Amazon erwartet trotz des Streiks keinerlei Einschränkungen für die Kunden.

Amazon wehrt sich

"Wir sind ein fairer Arbeitgeber mit offenen Türen und bieten unter anderem in Leipzig regelmäßig kostenlose Besucherführungen an, bei denen sich jeder selbst ein Bild von der Arbeit bei uns machen kann", heißt es gegenüber eurotransport.de. Und nicht nur das: "Wir bezahlen am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist und überprüfen jährlich unsere Löhne: In unseren deutschen Logistikzentren beginnen die Mitarbeiter mit einem Lohn von mindestens 11,10 Euro brutto pro Stunde". Inklusive leistungsbezogener Boni und Jahressonderzahlung komme ein Mitarbeiter im Jahresschnitt nach 24 Monaten umgerechnet auf knapp 2.500 Euro brutto monatlich. Hinzu kämen noch Überstundenzuschläge, Aktien und weitere Zusatzleistungen.

Unterschiedliche Tarife zugrunde gelegt

Mit den Aussagen hat Amazon durchaus recht, legt das Unternehmen dabei doch den Logistiktarif zugrunde. Die Gewerkschaft Verdi siedelt Amazon jedoch bei den Versandhändlern ein - und die wiederum unterliegen dem höheren Tarif des Einzel- und Versandhandels.

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