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Steigende Nachfrage nach LNG

Shell hält Versorgungsengpass für möglich

Foto: Dieter Blum

In seinem  Ausblick 2018 spricht der Mineralölkonzern Shell von potenziellen Versorgungsengpässen beim LNG - wenn nicht bald weitere Prouktionszusagen gemacht werden.

Basis für diese Prognose sind die derzeitigen Erwartungen für die weitere Entwicklung der Nachfrage. Denn die Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas (LNG) ist laut dem globalem LNG Outlook von Shell im vergangenen Jahr um 29 Millionen Tonnen auf 293 Millionen Tonnen gestiegen. Damit habe der weltweite Markt für LNG erneut die Erwartungen vieler Marktbeobachter übertroffen.

Demnach bleibt Japan der größte LNG-Importeur, während sich China mit einer Nachfrage von 38 Millionen Tonnen an Südkorea vorbei auf den zweiten Rang der Importweltmeister geschoben habe. Gründe sind das anhaltende Wirtschaftswachstum sowie eine Politik, die anstrebe, die Luftverschmutzung durch Umsatteln von Kohle auf Gas zu verringern. 
 
„Wir sehen nach wie vor eine starke Nachfrage der traditionellen Importeure in Asien und Europa. Gleichzeitig sehen wir, dass auch andere Länder LNG als flexible, verlässliche und sauberere Energiequelle ansehen,“ sagte Maarten Wetselaar, Direktor für Intergrated Gas und New Energies bei Shell. „Allein in Asien ist die Nachfrage um 17 Millionen Tonnen gestiegen. Das ist fast so viel wie Indonesien als fünft-größter Exporteur produziert.“  

Laut dem Shell-Outlook hat LNG in den vergangenen Jahrzehnten eine wachsende Rolle im globalen Energiesystem gespielt. Seit 2000 hat sich demzufolge die Zahl der importierenden Länder vervierfacht und die Zahl der Länder, die LNG bereitstellen hat  nahezu verdoppelt. Der Handel mit LNG ist von 100 Millionen Tonnen im Jahr 2000 auf fast 300 Millionen Tonnen in 2017 gewachsen. Eine solche Menge Gas reicht aus, um Strom für 575 Millionen Haushalte zu erzeugen. 

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