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Starterbatterien im Winter

Die richtige Pflege und Handhabe

Batterien Foto: Winkler 2 Bilder

Selbst die beste Starterbatterie bereitet irgendwann Probleme. Doch bei richtiger Handhabung und Pflege lassen sich Ausfälle im Winter minimieren.

23.01.2018 Knut Zimmer

Startprobleme sind im Winter keine Seltenheit. Oft liegt das Problem bei der falschen Handhabung und Wartung der Starterbatterien, die bei plötzlich fallenden Temperaturen nicht die erwartete Leistung bringen, um das Dieselaggregat von Lkw, Bus oder Transporter zum Leben zu erwecken. Ein Schwächeln der Elektrik muss allerdings nicht sein, wenn man im Umgang mit dem Energiespender ein paar goldene Regeln befolgt. Das Hauptproblem bei Startschwierigkeiten ist nach Ansicht der Produktmanager für Starterbatterien beim Teilehändler Winkler die Mangelladung der Starterbatterie. Hierbei sieht allerdings nicht nur Werkstätten, sondern auch Fahrer in der Pflicht. "Viele Fernverkehrs-Lkw sind mehrere Wochen am Stück unterwegs", wissen die Fachmänner zu berichten.

Aufladen der Batterie während der Fahrt reicht nicht aus

Selbstverständlich werden bei Wochenendruhezeiten an Raststätten auch Nebenverbraucher genutzt. "Der Fahrer ist dort auf Heizung, Klimaanlage, Fernseher und Kühlschrank, Handy oder Laptop angewiesen, wodurch die Batterie sehr stark beansprucht wird." Wenn ein Fahrzeug nach einer solchen Tour in die Werkstatt kommt, hat die Batterie über einen langen Zeitraum keine externe Ladung erfahren. Denn die Batterie, wird nach Angaben von Winkler während der Fahrt niemals vollständig aufgeladen. "Genauso wie man den Tank auffüllen muss, muss man deshalb auch die Batterien wieder aufladen", ergänzen die Produktmanager. Da genüge auch nicht die Gewissheit, dass man bei einem 24-Volt-Bordnetz zwei Batterien mit an Bord hat.

Aus diesem Grund empfehlen die beiden Batterie-Fachmänner, dass Batterien mindesten zweimal im Jahr extern nachgeladen werden. Im Vorfeld gilt es in regelmäßigen Abständen die Ruhespannung der Batterien zu prüfen. Diese liege bei einer vollgeladenen Batterie bei 12,7 Volt. Bereits bei einer Ruhespannung von 12,4 V sollte unbedingt nachgeladen werden, da die Ladung einer Batterie bei einer Temperatur von null Grad Celsius – die optimale Betriebstemperatur einer Batterie liegt bei 27 Grad Celsius – bereits um 35 Prozent abnimmt. Gleichzeitig benötige ein Motor bei einer solchen Kälte aber 55 Prozent mehr Leistung, um das Aggregat zu starten. Ist eine Batterie zu tief entladen, kann sie sogar einfrieren. Ein Indiz dafür ist laut Winkler die Dienstverweigerung der Zentralverriegelung respektive der Innenraumbeleuchtung. In einem solchen Fall empfehle es sich, die Batterie nach Entfernen des Verschlussdeckels bei Raumtemperatur aufzutauen und anschließend aufzuladen. Das Aufladen selbst solle in einem gut belüfteten Raum stattfinden, da beim Vorgang selbst Knallgas über die Entlüftungsöffnungen der Batterie entweicht.

Batterien Foto: Winkler
Den Ladungszustand der Nutzfahrzeugbatterie zu prüfen, ist nie verkehrt – sowohl im Sommer als auch im Winter.

Batterieoberfläche stets sauber und trocken halten

Aufgeladen gilt es jedoch bei der Kombination von 12-V-Batterien zur Versorgung des 24-V-Bordnetzes darauf zu achten, dass nur Batterien mit mehr als 85 Prozent Ladung mit einem neuwertigen Pendant gepaart werden sollten. Betrage die Ladedifferenz mehr als 25 Prozent, werde die Batterie mit der niedrigeren Leistung stärker beansprucht, mit der Folge, dass diese schneller ausfalle. Abschließend empfehlen die Batterieexperten, die Oberfläche der Batterie stets sauber und trocken zu halten, um Kriechströme zu reduzieren, die die baulich bedingte Selbstentladung der Batterie begünstigen können.

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