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Elektrofahrzeug UPS P80

Stadt-Stromer

UPS, Elektrofahrzeug UPS P80 Foto: Philip Bochinger

Für einen Tag ist FIRMENAUTO bei einem Mitarbeiter von UPS in einem Elektro-Fahrzeug mitgefahren. Welche Herausforderungen stellen sich einem Paketzusteller mit dem umfunktionierten Transporter?

Der Weg zum nächsten Kunden führt durch die engen Gassen der Karlsruher Innenstadt. Mit einer Sondergenehmigung für E-Transporter dürfen die UPS-Mitarbeiter sogar in der Fußgängerzone ihre Pakete ausfahren. Aber Achtung: Beinahe "übersieht" uns ein Fußgänger. Das Elektroauto P80E ist kaum zu hören. "Das ist das Problem. Ein Dieselfahrzeug hätte die Frau sofort bemerkt", schildert Thomas Görres, Paketzusteller von UPS, die Situation.

Görres arbeitet seit knapp 25 Jahren bei dem Paket- und Expressdienstleister UPS (United Parcel Service). Seit Mitte Juli werden Pakete für die Karlsruher Innenstadt mit vier Elektrofahrzeugen zugestellt. Dazu funktionierten die Ingenieure des Umbauspezialisten Elektro-Fahrzeuge Schwaben die UPS Dieselfahrzeuge vom Typ P80 in elektrisch betriebene Transporter um. Obwohl der Tacho im Schnitt mehr als 480.000 Kilometer anzeigte, waren die Transporter zu schade für die Schrottpresse und erhielten mit dem Elektromotor ein "zweites Leben". Kreativität war auch aufgrund der Tatsache gefragt, da es laut UPS im Segment bis 7,5 Tonnen derzeit kein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug gibt.

"Im Großen und Ganzen ist es mit einem Elektro-Transporter viel entspannter, da du keine Kupplung mehr hast und nicht ständig schalten musst. Außerdem musst du dich nicht mehr ums Tanken kümmern." Nach Feierabend hängt der Wagenwäscher das Fahrzeug einfach an die Steckdose. "Ich verliere viel weniger Zeit und habe nicht ständig den Dieselgestank in der Nase", sagt Görres.

Unter der Haube auf dem neuesten Stand

Während die Transporter unter der Motorhaube auf dem neuesten Stand sind, blieb alles andere beim Alten. So müssen die Fahrer die Türen manuell mit dem Schlüssel öffnen und schließen. "Das nervt. Vor allem, weil wir ständig unter Zeitdruck arbeiten", erklärt er. Im Gegensatz dazu, schließen die Türen der aktuellen Modelle automatisch und zum Öffnen hebt der Fahrer sein elektrisches Armband an das Schloss. "Über den Tag betrachtet, spart das viel Zeit."

Routen sind auf Reichweite abgestimmt

Ein weiterer Wermutstropfen ist die begrenzte Reichweite. Maximal 80 Kilometer sind mit vollgeladenen Batterien drin. "Allerdings sind die Routen so abgestimmt, dass das locker reicht." Entsprechend kommen die Elektrofahrzeuge nur in der Innenstadt zum Einsatz.
Trotz Sondererlaubnis stellt die Fortbewegung in der Fußgängerzone einige Probleme dar. Eine ganze Meute von Fußgängern steht uns im Weg. Keiner bemerkt uns. Nur durch Hupen können wir auf uns aufmerksam machen. Zusätzlich behindern Absperrungen und kleine Gassen den Weg zum nächsten Kunden. Dieser muss aufgrund der Umstände zu Fuß und mit Sackkarren beliefert werden.

Keine Probleme mit E-Fahrzeugen

Zurück am Auto müssen wir uns einige Sekunden gedulden, bevor Görres den Transporter starten kann. "Jetzt muss der Strom erst wieder hochfahren. Mit einem Dieselfahrzeug könntest du jetzt gleich losfahren." Schwierigkeiten bereitet der Elektroantrieb aber nicht. "Bisher hatten wir keinerlei Probleme mit den vier E-Fahrzeugen. Jetzt sind wir mal gespannt wie es im Winter wird, wie viele Kilometer dann mit einer Batterieladung möglich sind", meint Michael Schmitz, Leiter der UPS Niederlassung in Karlsruhe.

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