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Cargobeamer/Kombiverkehr

Spezialwaggons fahren probehalber mit

Cargobeamer, Jetmodul

Die Ingenieure von Cargobeamer in Leipzig sprechen von der Revolution im Kombinierten Verkehr. Hintergrund ist der erste Testlauf von zwei Waggons der Sachsen, sogenannten Jetmodulen, die der Schienenoperateur Kombiverkehr probehalber in einen Regelzug integrierte.

Auf der Strecke Leipzig Wahren nach Hamburg Billwerder und zurück konnten die beiden modifizierten Taschenwagen zeigen, dass damit Sattelauflieger mit einem normalen Kran umgeschlagen werden können. Die Jetmodule sind eigentlich für den Einsatz in den Cargobeamer-Terminals, sogenannten Gates, vorgesehen. Es sind Waggonaufsätze – oder anders ausgedrückt eine Art Wanne –, mittels derer auch eigentlich nicht kranbare Sattelauflieger per Reachstacker oder Kran auf die Schiene kommen.  Laut Angaben von Cargobeamer sind das je nach Schätzung zwischen 85 und 98 Prozent aller Sattelauflieger.

In diesem Fall waren die Umschlagpunkte Terminals der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene Straße (Duss), die zu DB Netze gehört. Die Trailer kamen von der Transa Spedition, ebenfalls ein DB-Tochterunternehmen. Wobei sich die Deutsche Bahn gegenüber der neuen Technik eher bedeckt bis ablehnend gezeigt hatte. Die beiden indirekten Partner waren daher durchaus mit Bedacht gewählt, wie Cargobeamer-Vorstand Michael Baier unumwunden im Gespräch mit der trans aktuell in der aktuellen Printausgabe 3/2012 (Seite 6) einräumt.

Natürlich wisse er, dass es gegenüber dem Cargobeamer durchaus noch Vorbehalte gebe. „Zu teuer, zu empfindlich, spezielles Equipment erforderlich“, das seinen die meist genannten Gründe der Kritiker, erzählt. Seiner Ansicht nach lassen sich diese Vorbehalte allesamt entkräften. Zudem bestehe bei vielen Güterbahn-Unternehmen ein grundsätzlich Missverständnis: „Unser Zielmarkt ist der nicht kranbare Auflieger. Der Cargobeamer ist also eine Erweiterung und kein Wettbewerber zum Kombinierten Verkehr, erklärt Baier.

Bei Kombiverkehr begrüßt man den Vorstoß der Ingenieure aus Sachsen. Als Schienenoperateur habe man jahrzehntelange Erfahrung mit möglichst effizient gestalteten kontinentalen intermodalen Verkehren. . „Gerne haben wir in diesem Fall den Test eines solchen Systems ermöglicht,  weil wir grundsätzlich Innovationen gegenüber aufgeschlossen gegenüber stehen“, sagt Kombiverkehr-Geschäftsführer Armin Riedl im Gespräch mit trans aktuell. Damit der Cargobeamer seine Vorteile ausspielen kann sind allerdings spezielle Terminals vonnöten. Die Leipziger haben bereits angekündigt, 70 derartige Gates europaweit bauen zu wollen. Kritische Stimmen sehen genau an dieser Stelle das Problem der innovativen Technik.

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